Nach der Besetzung des Hermannsdenkmal wird gegen zwei Hauptverdächtige ermittelt. (Archivbild)
Nach der Besetzung des Hermannsdenkmal wird gegen zwei Hauptverdächtige ermittelt. (Archivbild) Foto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld (dpa) – Nach der Besetzung des Hermannsdenkmals bei Detmold durch Rechtsextreme der Identitären Bewegung vergangenen Sonntag ermittelt die Polizei gegen zwei Hauptverdächtige, einen 21-Jährigen ohne festen Wohnsitz und einen 24-Jährigen aus Sachsen-Anhalt. Die Staatsschutzabteilung der Polizei rief in einer Mitteilung mögliche Zeugen auf, Fotos und Videos zu teilen, um weitere Mittäter zu identifizieren.


Die Männer werden verdächtigt, das Hermannsdenkmal besetzt und dort unerlaubt Pyrotechnik gezündet sowie ein Banner aufgehängt zu haben. Die Polizei hatte die beiden Hauptverdächtigen am Sonntag auf dem Denkmal angetroffen. Die Männer seien auf freiem Fuß, sagte eine Polizeisprecherin.

Wurde das Denkmal beschädigt?

Ermittelt werde wegen Hausfriedensbruchs, Verstößen gegen das Versammlungs- und Sprengstoffgesetz, so die Polizei. Bei dem 21-Jährigen werde zusätzlich ein Verstoß gegen das Waffengesetz geprüft.

Geprüft werde auch, ob das 1875 eingeweihte Denkmal beim Abbrennen der Pyrotechnik beschädigt worden ist, sagte eine Sprecherin. Falls ja, komme der Vorwurf der Sachbeschädigung hinzu.

Mit der Aktion wollten die Rechtsextremen gegen Windkraftausbau demonstrieren. Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme, europaweit aktive Bewegung, die sich gegen Einwanderung wendet. In Deutschland wird sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft und beobachtet.