Ratingen. Das Bundesverkehrsministerium hat bekanntgegeben, dass Baufreigaben für insgesamt 16 Bundesstraßen- und sieben Autobahn-Neubauprojekte deutschlandweit erteilt wurden. Für Ratingen und die gesamte Region besonders erfreulich ist, dass es außerdem eine Finanzierungszusage für die A44 im Abschnitt Heiligenhaus – Ratingen-Ost gegebn hat. Der Bau soll “nahtlos fortgeführt werden”, heißt es aus dem Ministerium.
UVR-Vorstandsvorsitzender Olaf Tünkers begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Er erklärt: “Seit Jahren warten wir auf diese Nachricht, für die sich der UVR mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen in den letzten Jahren eingesetzt haben, u.a. in dem gemeinsamen Termin mit der Firma Deges am 12.11.2025 zum Thema Lückenschluss. Seit der Fertigstellung der Angerbachtalbrücke im Jahr 2022 hat sich beim Thema Lückenschluss nichts getan. Der Frust bei Bevölkerung, Anliegern und Unternehmen war entsprechend groß. Der Lückenschluss ist nicht nur für Velbert und Heiligenhaus wichtig. Auch Ratingen als “Einpendler-Stadt” wird vom neuen Tor zum Arbeitsmarkt in Richtung Ruhrgebiet profitieren. Letztlich wird der gesamte Verkehr im Kreis entlastet und die Region besser an den Flughafen Düsseldorf angebunden.“
Dass von sieben bewilligten Autobahnprojekten in ganz Deutschland nun mit der A44 zwei Projekte in NRW realisiert werden, zeigt wie schwierig es ist, lokal wichtige Projekte bei knapper Haushaltslage im Bund zu priorisieren. Der langjährige Einsatz im Schulterschluss von Städten, Verbänden und Wirtschaft, der direkte Draht der Bundestagsabgeordneten Peter Beyer (CDU) und Kerstin Griese(SPD) in Berlin zum Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und die zuletzt vom Landtagsabgeordneten Jan Heinisch (CDU) initiierte Briefaktion an das Bundesverkehrsministerium waren sicher Treiber, die diese positive Entscheidung mit begleitet haben.
Das nun erreichte Ergebnis zeige, so Tünkers, dass es sich lohne, bei solchen Themen beharrlich am Ball zu bleiben.

