Ratingen | In Breitscheid wächst die Sorge um eine verlässliche Verkehrsanbindung. Besonders im Blick stehen derzeit mehr als 200 Kinder und Jugendliche, die werktäglich morgens mit Schulbussen nach Essen-Kettwig fahren und nachmittags wieder zurückgebracht werden. Dieser sogenannte Schülerspezialverkehr könnte jedoch nur noch bis Sommer 2027 gesichert sein.
Sollte diese Verbindung wegfallen, wären viele Familien im Stadtteil vor ein erhebliches Problem gestellt. Die Schülerinnen und Schüler müssten dann auf den regulären öffentlichen Nahverkehr ausweichen. Nach Einschätzung der CDU-Fraktion Ratingen könnten die Fahrzeiten dann deutlich über zwei Stunden liegen. Für Kinder, Jugendliche und ihre Familien wäre das im Alltag kaum zumutbar.
Das Thema reicht jedoch über den Schulverkehr hinaus. Seit vielen Jahren wird in Breitscheid der Wunsch nach einer besseren ÖPNV-Anbindung Richtung Mülheim-Mintard und Essen-Kettwig geäußert. Eine solche direkte Verbindung hatte es früher bereits gegeben. Sie könnte den Stadtteil wieder besser mit wichtigen Nachbarorten verbinden und auch für Berufspendler, ältere Menschen und Familien eine spürbare Entlastung bringen.
Die CDU-Fraktion hat deshalb einen Antrag gestellt, die Einrichtung einer direkten ÖPNV-Verbindung zwischen der Haltestelle Flurstraße in Breitscheid und Am Biestenkamp in Mülheim-Mintard mit Anschluss nach Essen-Kettwig zu prüfen. Dabei sollen auch mögliche Umsetzungswege und finanzielle Auswirkungen dargestellt werden.
Für Breitscheid geht es damit um mehr als eine zusätzliche Buslinie. Es geht um Teilhabe, Alltagssicherheit und eine Mobilitätslösung, die einen ganzen Stadtteil im Blick hat. Gerade wenn der Schulbusverkehr tatsächlich wegfallen sollte, müsste rechtzeitig eine tragfähige Alternative bereitstehen. Eine gute Anbindung entscheidet schließlich darüber, wie selbstständig Menschen ihren Alltag bewältigen können, ob Kinder zumutbar zur Schule kommen und ob ein Stadtteil auch ohne Auto verlässlich erreichbar bleibt.

