Ratingen | Homberg hat wieder gezeigt, was Zusammenhalt bedeutet: Beim alljährlichen „Dreck-weg-Tag“ am 28. Februar 2026 waren rund 120 Bürgerinnen und Bürger auf den Beinen und sammelten etwa 1,5 Tonnen Müll ein. Es war bereits der 23. Dreck-weg-Tag im Stadtteil – und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Einsatz ist wichtig, sichtbar und wirkt.
Besonders schön war das bunte Teilnehmerfeld, das Homberg in all seinen Generationen abbildete: vom sechs Monate alten Nachwuchs im Kinderwagen bis zu Helfern weit über 70, viele Familien mit Kindern, die Jahrgangsstufe 1 der Christian-Morgenstern-Schule, ein Team der örtlichen Jägerschaft und zahlreiche Menschen, die einfach mit anpacken wollten. Positiv fiel zudem auf, dass auch einzelne Lokalpolitiker nicht nur Grüße schickten, sondern selbst tatkräftig mithalfen.
Am Ende der Aktion türmte sich vor der Christian-Morgenstern-Schule ein beeindruckender Müllberg. Ärgerlich blieb dabei, dass weiterhin unbeobachtete Stellen außerhalb des Dorfes für illegale Entsorgung genutzt werden, etwa der Park-&-Ride-Parkplatz neben der Autobahn. Allein dort wurden über zehn Autoreifen gefunden, teils sogar noch mit Felge. Dazu kamen Berichte über Autobatterien, einen kaputten Holzschlitten und alte Elektrogeräte. Ein Sammelteam nahm sich gezielt die Straße „Am Weinhaus“ mit dem dortigen Lebensmitteldiscounter vor, mit einem handfesten Ergebnis: ein halber Einkaufswagen voll Altglas, der direkt zu den Glascontainern gebracht wurde. Auch entlang der Durchgangsstraßen fiel erneut viel Abfall an – dort, wo der Müll leider besonders schnell wieder ins Auge fällt.
Nach getaner Arbeit wartete, wie in Homberg gute Tradition, die verdiente Stärkung an der Christian-Morgenstern-Schule: Grillwürstchen und Getränke, ein reichhaltiges Kuchenbuffet und frisch gebackene Waffeln. Das gemeinsame Zusammenkommen war mehr als nur Verpflegung – es war der passende Abschluss eines Tages, an dem nicht nur Müll verschwand, sondern Gemeinschaft spürbar wurde. Und natürlich wurde auch über die kurioseren Fundstücke gesprochen, die jedes Jahr für ungläubiges Kopfschütteln, aber auch für Gesprächsstoff sorgen.
Das Organisationsteam um Sebastian Reiff zog eine rundum positive Bilanz: viele Teilnehmer, gute Stimmung, ein starkes Ergebnis. Der Dank gilt den Sponsoren Frankenbau sowie Technik & Grün für die Unterstützung der Verpflegung, der Stadt Ratingen, den vielen Ehrenamtlichen im Organisationsteam – und vor allem den Homberger Bürgerinnen und Bürgern, die ein Stück ihrer Freizeit investiert haben, um den Müll anderer wegzuräumen. Homberg ist danach nicht nur sauberer, sondern auch ein bisschen enger zusammengerückt.

