Manfred Hanke, Daniel Kestner und eine Delegation der Supcoms auf dem Eis in der ersten Drittelpause, Bild: Alexander Heinz
Manfred Hanke, Daniel Kestner und eine Delegation der Supcoms auf dem Eis in der ersten Drittelpause, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Sportlich haben die Ice Aliens mit dem 7:0 gegen Bergkamen das Halbfinale erreicht, die Viertelfinalserie ging 3:0 durch. Doch der eigentliche Gänsehautmoment kam in der ersten Drittelpause: Hallensprecher Daniel Kestner und Aliens-Vorstandsmitglied Manfred Hanke (im Verein als Schatzmeister geführt) holten eine Delegation des Fanclubs SUPCOM aufs Eis, als sichtbares Dankeschön für das, was in Ratingen gerade oft spielentscheidend ist: Rückhalt von der Tribüne, Unterstützung treuer Fans.


Leistung auf dem Eis braucht Unterstützung von der Tribüne, Bild: Alexander Heinz
Leistung auf dem Eis braucht Unterstützung von der Tribüne, Bild: Alexander Heinz

SUPCOM ist seit Jahren die lautstarke Speerspitze auf der Tribüne, mit eigener Präsenz auf Social Media und Aktionen, die weit über 60 Minuten Anfeuern hinausgehen. Der Fanclub hat u.a. ein Fanradio etabliert, um Auswärtsspiele live im Netz verfolgbar zu machen, und wirbt mit eigenen Flyern, Stimmung und Organisation für die Aliens.
In den vergangenen Wochen packten die SUPCOMs zudem ganz praktisch mit an, bei Arbeiten rund um die Eisfläche, bis hin zu einem „Facelift“ im VIP-Umfeld. Dass es bei den Aliens einen Business-/VIP-Bereich gibt, in dem auch Pressekonferenzen stattfinden, zeigt: Hier wird am Gesamtpaket gearbeitet, sportlich wie infrastrukturell.

Als Überraschung folgt jetzt der nächste Schritt: Eine organisierte Auswärtsfahrt nach Dortmund zum nächsten Spiel gegen die Eisadler Dortmund, mit eigenem Fanbus für SUPCOM. Und: Weil es ein großer Bus ist, sind noch Plätze frei. Wer mitfahren und die Mannschaft auswärts pushen will, kann sich beim Fanbeauftragten Dominik Steinke melden, Tel. 0176-62484155 oder über den Kontakt auf der Homepage der Ice Aliens.

SUPCOM bei der Arbeit, Bild: Alexander Heinz
SUPCOM bei der Arbeit, Bild: Alexander Heinz

Warum ist dieser Aufruf mehr ist als „Fanromantik“? Wer mittelfristig den Schritt in eine höhere Liga schaffen will, braucht nicht nur Siege, sondern auch Rahmenbedingungen. Der Aufstieg in die DEB-Oberliga ist kein Automatismus. Aufstiegswillige Clubs müssen ihr Interesse fristgerecht melden und anschließend ein Zulassungs-/Lizenzverfahren bestehen, dabei werden organisatorische, infrastrukturelle und vor allem wirtschaftliche Voraussetzungen geprüft, und es gab zuletzt Fälle, in denen Vereine keine Zulassung erhielten.

Genau deshalb zählt jede volle Tribüne: Stimmung hilft auf dem Eis, Einnahmen helfen daneben. Wer Eishockey in Ratingen will, das perspektivisch „eine Liga höher“ denkt, sollte diese Mannschaft, die seit Jahren konstant liefert, jetzt nicht nur im Liveticker begleiten, sondern wieder häufiger in die Halle kommen, und am besten demnächst gleich nach Dortmund mitfahren.

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