Ratingen | Volker Weininger kommt am Samstag, 25. April 2026, um 20 Uhr mit seinem Programm „Filmriss“ in die Stadthalle Ratingen. In seiner Paraderolle als Sitzungspräsident stöbert er in der Kellerbar zwischen Urkunden, unbezahlten Deckeln, Fotos und Erinnerungsstücken und gerät dabei in eine ebenso bierselige wie pointenreiche Reise durch das eigene Leben. Genau daraus lebt das Programm: Tempo, Sprachwitz, rheinischer Tonfall und eine Figur, die zwischen Selbstüberschätzung, Abschweifung und Trinkfestigkeit bestens aufgehoben ist.
Viele Ratinger dürften Weininger bereits von Auftritten in den karnevalistischen Hochburgen des Rheinlandes kennen. Seine offizielle Präsenz als „Der Sitzungspräsident“ zeigt, wie stark die Figur im rheinischen Kulturraum verankert ist. Aber nicht alles ist Karneval, und so kommt auch der humorgeprägte aber nicht karnevalistische Ratinger an diesem Abend voll auf seine Kosten.
Ganz unbekannt ist Weininger in der Dumeklemmerstadt ohnehin nicht. Bereits 2022 war er bei der 75-Jahr-Feier der KG Stadtgarde Funken Rot-Wiss Ratingen von 1948 e.V. in Ratingen zu erleben. Damals trat er im Rahmen der großen Geburtstagsparty der Roten Funken auf.
Diesmal steht nun ein eigener Abend in der Stadthalle an, und das ganz bewusst außerhalb der Karnevalshochzeit. Gerade das dürfte den Reiz ausmachen: kein Sitzungsmarathon, keine Session im Endspurt, sondern ein Abend voller rheinischem Humor zur besten Frühlingszeit. Für Freunde des gepflegten Karnevalskabaretts dürfte das in Ratingen ein ziemlich treffsicherer Termin werden.
Läuft beim Sitzungspräsidenten: Beim Frühschoppen schon um 19 Uhr den Absprung geschafft, auf der Jahreshauptversammlung mit 104 Prozent wiedergewählt und im Job wartet endlich die längst überfällige Beförderung! Wenn er bloß wüsste, wo er dieses verflixte Abschlusszeugnis hingetan hat, das er für die Bewerbung noch braucht! Das muss doch in der Kiste unten in der Kellerbar sein, da drin verwahrt er ja alles: Zeugnisse, unbezahlte Deckel, Urkunden, Orden, Fotos, Liebesbriefe, Strafzettel, das erste Kölschglas zur Kommunion – eben sein ganzes Leben. Also setzt sich der Präsi in seine Kellerbar, macht ein Bier auf und fängt an zu suchen. Und wie er so in der Kiste stöbert, fallen ihm plötzlich wieder all die Geschichten und Erlebnisse ein, von denen er viele ohne die Kiste vielleicht vergessen hätte: Erster Schultag, erstes Kölsch, erster Kuss (alles an einem Tag!), Hochzeit, Kinder, die Touren mit dem Verein und natürlich der Hermann, sein Freund mit dem Leben am Intelligenzminimum. Auch in seinem zweiten Solo-Programm kommen bei Volker Weininger die Kölsch und die Gags wieder Schlag auf Schlag. Als Sitzungspräsident nimmt er uns mit auf eine autobierografische Reise durch sein bewegtes Leben. Viele glauben ja, so ein Mann, der war sicher immer schon Präsident. Stimmt aber gar nicht: Bis zu seinem 5. Lebensjahr war er auch nur 2. Vorsitzender! Und das ist nur eine von vielen überraschenden Erkenntnissen, die sich der Sitzungspräsident da kölschselig selber entlockt. Und es werden von Bier zu Bier mehr! An Manches kann er sich nicht mehr so ganz genau erinnern, Filmriss eben. Aber zum Glück gibt`s ja da die Kiste und auch den ein oder anderen Zeitzeugen, der da weiterhelfen kann. Aber wo ist jetzt das verdammte Zeugnis? Kann doch nicht weg sein!
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