Leiterin des Museums Ratingen, Wiebke Sievers, Marie-Luise Otten Ehrenvorsitzende und Thomas Fühbuss, Vorsitzender des Fördervereins Freunde des Museums in Ratingen, Bild: Alexander Heinz
Leiterin des Museums Ratingen, Wiebke Sievers, Marie-Luise Otten Ehrenvorsitzende und Thomas Fühbuss, Vorsitzender des Fördervereins Freunde des Museums in Ratingen, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Mit der Finissage der Ausstellung „REMIX“ hat der Neujahrsempfang der Freunde und Förderer des Museum Ratingen e.V. am Sonntag, 11. Januar 2026, einen doppelten Akzent gesetzt: Zum einen verabschiedete sich das Publikum von einer Ausstellung, die mit Malerei, Fotografie und installativen Formaten bewusst auf „Remix“ und Neuordnung setzte – zum anderen feierte der Freundeskreis sein 35-jähriges Bestehen.


Im Museum war an diesem Vormittag spürbar, wofür der Verein seit seiner Gründung am 3. Januar 1991 steht: Kunst nicht nur zu zeigen, sondern auch zu vermitteln und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Der Rückblick fiel entsprechend lebendig aus. In den Anfangsjahren, so der Verein, standen Ausstellungsorganisation und Katalogarbeit im Mittelpunkt; dazu kamen die beliebten Jahresgaben, die Kunst in einer erschwinglichen Form zu den Mitgliedern nach Hause brachten. Später wurden daraus „Offerten“, also Angebote von Werken der jeweils ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.

Beeindruckend ist die Bilanz: Über die Jahrzehnte seien rund 570 Künstlerinnen und Künstler im Museum präsentiert, dem Haus durch Schenkungen verbunden oder über Jahresgaben und Offerten vorgestellt worden. Nach dem Wechsel der Museumsleitung 2011 und der Renovierung sowie Erweiterung des Museums 2012 verlagerte sich der Schwerpunkt stärker auf ein begleitendes Rahmenprogramm – Führungen, Vorträge, Gespräche, Exkursionen. Heute zählt der Freundeskreis nach eigenen Angaben rund 130 Mitglieder und erreicht darüber hinaus viele regelmäßige Gäste.

Auch die Finissage selbst setzte einen künstlerischen Schlusspunkt: Zur „REMIX“-Finissage war eine Performance von Vera Lossau und dem Komponisten/Improvisationskünstler Simon Rummel angekündigt – ein Format, das den Charakter des Freundeskreises gut spiegelt: Kunst als Ereignis, das man gemeinsam erlebt.

Ausblick 2026: Was der Freundeskreis und das Museum im laufenden Jahr vorhaben

Beim Empfang stellte der Verein das Programm für das erste Halbjahr 2026 vor – und auf der Vereinsseite sind bereits konkrete Termine und Formate zu sehen. Dazu gehören:

  • Blick über Ratingen hinaus: Für Samstag, 17. Januar 2026 (11 Uhr) ist eine Führung durch eine aktuelle Ausstellung in der Akademie-Galerie Düsseldorf angekündigt – ein typisches Freundeskreis-Angebot, das Kunstorte der Region einbindet.

  • Familien- und Nachwuchsangebote im Umfeld des Museums: Rund um die Januar-Termine wurde auch ein Foto-Workshop für Kinder ab 10 Jahren kommuniziert – ein Beispiel dafür, wie der Freundeskreis Zugänge für jüngere Zielgruppen unterstützt.

Parallel dazu bringt das Museum selbst im Jahr 2026 mehrere publikumsstarke Punkte auf die Agenda, die erfahrungsgemäß durch Freundeskreis-Aktivitäten flankiert werden:

  • Finissage „Angelika Platen. Einen Augenblick, bitte!“ am 25. Januar 2026 (11:30 Uhr) mit Impulsvortrag und Rundgang.

  • Offene Museumswerkstatt für Kinder am 7. Februar 2026.

  • „Puppenschätzen“ (Schätznachmittag), ebenfalls 7. Februar 2026, mit einem Folgetermin am 25. April 2026.

  • Großer Höhepunkt im Jubiläumsjahr: Die Ausstellung „Linie Fläche Raum – 100 Jahre Museum Ratingen“ startet mit Eröffnung am 13. März 2026 und läuft bis 16. August 2026.

  • Zudem setzt das Museum mit Mittagsführungen einen regelmäßigen, niederschwelligen Terminanker.

Unterm Strich zeigt der Blick nach vorn: Der Freundeskreis bleibt 2026, passend zum Jubiläum, das was er seit 35 Jahren ist – ein Verstärker für Kunst in Ratingen. Nicht als geschlossene Gesellschaft, sondern als Einladung: hinzugehen, mitzusehen, mitzudenken – im Museum und an Kunstorten der Region.