Ratingen | Ein gutes Miteinander beginnt manchmal ganz einfach: mit Kaffee, Tee, Brot, mitgebrachten Spezialitäten und einem offenen Gespräch am gemeinsamen Tisch. Genau darum geht es beim Internationalen Frühstück in Ratingen-West, das am Samstag, 13. Juni, von 9.30 bis 13.30 Uhr im Freizeithaus West stattfindet.
Der Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration, Jamal Al Masude, lädt gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus Kultur, Zivilgesellschaft, Politik, Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu diesem Stadtteilfrühstück ein. Es richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die miteinander ins Gespräch kommen, Nachbarn kennenlernen und die Vielfalt des Stadtteils erleben möchten.
Ratingen-West ist seit vielen Jahren geprägt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen, Kulturen und Lebensgeschichten. Das Internationale Frühstück hat in der Vergangenheit gezeigt, wie gut Begegnung gelingen kann, wenn sie niedrigschwellig, freundlich und offen gestaltet ist. Frühere Ausgaben waren gut besucht, die Tische reich gedeckt, die Gespräche lebendig. Aus einem Frühstück wurde so ein Ort des Austauschs und des Kennenlernens.
Auch in diesem Jahr soll die Veranstaltung bewusst ein Zeichen setzen. „Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen und Polarisierungen wollen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Toleranz, Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis setzen“, erklärt Jamal Al Masude. Das Frühstück versteht sich damit nicht nur als geselliges Beisammensein, sondern auch als Signal gegen Ausgrenzung, Populismus und Misstrauen.
Mitorganisiert wird das Stadtteilfrühstück von einem breiten Bündnis. Dazu gehören unter anderem der Alevitische Kulturverein Ratingen, der Jüdische Kulturverein Schalom, die Griechische Gemeinde, der Marokkanische Kulturverein Masjid Sunna, die Türkisch-Islamische Gemeinde, Omas gegen Rechts, der Kinderschutzbund, die evangelische und katholische Kirche sowie Vertreterinnen und Vertreter demokratischer Parteien. Der Vorsitzende des Kulturvereins Schalom, Vlad Ilstein, bestätigte auf Nachfrage die Beteiligung des Vereins.
Als Gäste werden zudem der Caritasverband im Kreis Mettmann sowie die Allianz Bildung & Lernen ihre Arbeit vorstellen.
Eingeladen sind Familien, Nachbarn, Vereine, ältere Menschen, junge Menschen und alle, die neugierig auf Begegnung sind. Wer kommt, erlebt kein steifes Programm, sondern gelebte Stadtteilkultur: zusammensitzen, probieren, reden, zuhören. Genau daraus entsteht Zusammenhalt.

