Noch steht eine Ruine an der S-Bahn Trasse zwischen Essen und Düsseldorf. Aber das ändert sich Bald, Bild: Alexander Heinz

Ratingen (FG) | In Hösel waren in den jetzt zu Ende gehenden Osterferien mehrere Aktivitäten zu beobachten. So bot der Dirt-Bike-Park an der Heiligenhauser Straße reichlich Möglichkeiten zu Ferienaction für die Jugendlichen mit ihren dirt bikes, aber auch für Jüngere, für die das Spielmobilteam mit reichlich Spielangeboten die Ferienfreizeit in Hösel bereicherte.


Dirt und Bike in Hösel, Bild: Alexander Heinz
Dirt und Bike in Hösel, Bild: Alexander Heinz

Neue Schulräume und neue KiTa kommen zügig voran

An der Wilhelm-Busch-Schule wurde die Ferienzeit für emsige Bauaktivitäten genutzt. Die ganze Grundschulgemeinschaft kann sich auf einen weiteren Meilenstein zur Erneuerung und Ergänzung der Schulräume freuen. Der Bau neuer Räume für die Grundschulkinder aus Hösel und Eggerscheidt und für die Offene Ganztagsschulbetreuung kommt zügig voran. Darüber hinaus von größtem Interesse für die Eltern von jüngeren Kindern in Hösel sind außerdem die in großen Schritten vorankommenden Tiefbauarbeiten, die einige hundert Meter weiter täglich zu beobachten sind. Auf der Freifläche zwischen Ludwig-Rosenberg-Straße und Bahnhofstraße baut die Stadt Ratingen eine große Tageseinrichtung für Kinder. Damit soll ab 2027 die große Nachfrage in Hösel nach Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren gedeckt werden.

Anbau an der Schule in Hösel, Bild: Alexander Heinz
Anbau an der Schule in Hösel, Bild: Alexander Heinz

„Lost Place“ Goldkuhle wird zur Wohnsiedlung „Waldviertel Hösel“

Nach der Insolvenz der Firma Goldkuhle mussten die Höseler viele Jahre lang bei ihren Fahrten über die Brücke am Höseler S-Bahnhof mitansehen, was es bedeutet, wenn via Internet ein „lost place“ zum Szeneobjekt wird. Dubiose Nachtaktivitäten und mehrere Brände und waren die weithin sichtbaren Folgen. Die Gebäude verfielen immer mehr und wurden zur Gefahr für den Aufenthalt von Unbefugten, auch von Minderjährigen. Dieser Gefahren-hot-spot und optische Schandfleck am Ortseingang bzw. Ortsausgang von Hösel soll jetzt – endlich – einer modernen Siedlung mit freifinanzierten Wohnungen und mit ca. 60 sozial geförderten Wohnungen und einer Tageseinrichtung für Kinder weichen. Angrenzend an die S-Bahnlinie soll die Ansiedelung von Einzelhandel mit circa 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ermöglicht werden. Insgesamt gewinnt der Wohnstandort Hösel deutlich an Wertigkeit und Attraktivität, sicherlich zur Freude der Wohnbevölkerung in Hösel, auch wenn ein Umzug in die neue Siedlung individuell noch nicht geplant sein sollte. Darüber hinaus kommen auch ökologische Belange wie zum Beispiel das Teiloffenlegen des Steinsiepenbachs und Innenbegrünungen der Siedlungsfläche ebenfalls zur Geltung, und am Waldsaum könnte ein kleiner Waldspielplatz für alle Höseler Kinder entstehen.

Hinter der Fassade der ehemaligen Tapetenfabrik ist viel Platz für zukünftige Stadtteilentwicklung, Bild: Alexander Heinz
Hinter der Fassade der ehemaligen Tapetenfabrik ist viel Platz für zukünftige Stadtteilentwicklung, Bild: Alexander Heinz

Lange gerungen wurde über die Verkehrsanbindung an die Bahnhofstraße, für die im Bebauungsplan eine Lichtsignalanlage vorgesehen ist. Ob es dazu kommen oder das Ringen um einen Kreisverkehr weitergehen wird? Wie auch immer. Auf jeden Fall mussten Bürgermeister Patrick Anders und die technische Beigeordnete Petra Cremer ihre Beharrlichkeit bei den finalen Verhandlungen zum städtebaulichen

Vertrag sicherlich nicht nur einmal unter Beweis stellen. Als Beleg dafür, dass ersichtlich hartes Ringen um Planungsdetails und um Kosten notwendig war, genügt ein Blick auf das Datum der Bebauungsplanvorlage (19.09.2025!), die Bürgermeister Pesch noch am Ende der letzten Wahlzeit freigegeben hatte. Nach den zuletzt leider schlechten Erfahrungen, die in Ratingen ebenso wie in Düsseldorf, Köln und auch anderen Metropolregionen mit zahlreichen Insolvenzen von Bauentwicklern gemacht werden mussten, kann die Verantwortung kaum hoch genug eingeschätzt werden, die auf dem Bürgermeister und der Baudezernentin lasten. Daher ist die klare Verhandlungslinie des Bürgermeisters von großer Bedeutung. Die Verzögerung um ein halbes Jahr war wichtig und gut investierte Zeit für die Ratinger Interessen.

Bauarbeiten auf dem ehemaligen Post Gelände in Hösel, Bild: Alexander Heinz
Bauarbeiten hinter dem ehemaligen Post Gelände in Hösel, Bild: Alexander Heinz