"Ein Bild von einem Spiel", Auftakt der Ice Aliens am Sandbach, Bild: Daniela Schmidt
"Ein Bild von einem Spiel", Auftakt der Ice Aliens am Sandbach, Bild: Daniela Schmidt

Ratingen | Besser hätte das Jahr 2026 für die Ice Aliens kaum beginnen können: Vor über 500 Zuschauern feierte das Team einen verdienten 6:2-Erfolg gegen die Dinslaken Kobras und sendete ein klares Signal im Kampf um die Plätze direkt hinter Topfavorit Essen. Zusammen mit Dortmund und Diez-Limburg bleibt Ratingen damit im Rennen um den ersten Verfolgerplatz – ein enges Tableau, in dem jeder Punkt doppelt zählt.


Dabei war die Partie alles andere als ein Selbstläufer. Die Kobras hatten ihren Kader verstärkt und zeigten von Beginn an, dass sie jeden Fehler bestrafen können. Entsprechend hoch war die Konzentration auf Ratinger Seite – und dennoch blieb das erste Drittel ein offener Schlagabtausch. Zwar trafen Terho, Le Blanc und Lamers für die Aliens, doch Dinslaken hielt durch Schuster und Kardas dagegen. Nach 20 Minuten stand ein knappes 3:2 – ein Zwischenstand, der zeigte: Wer hier nachlässt, wird sofort erwischt.

Im zweiten Drittel stabilisierte Ratingen sein Spiel sichtbar. Defensiv stand die Mannschaft kompakter, ließ kaum klare Abschlüsse zu – und nutzte vorne ihre Chancen konsequent. Palmeira-Kerkhoff erhöhte, Lamers legte nach: Mit einem 5:2 ging es in die zweite Pause, und plötzlich hatte die Partie eine klare Richtung.

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Aliens das Geschehen weitgehend, hielten das Tempo hoch und ließen den Gästen kaum noch Räume für gefährliche Gegenstöße. Den Schlusspunkt setzte Stroh mit einem sehenswerten Solo zum 6:2. Ein Ergebnis, das nicht nur das Publikum begeisterte, sondern auch die Ambitionen der Ratinger untermauerte.

Cheftrainer Frank Gentges sprach im Anschluss von einer „guten Regionalligabegegnung“ gegen einen Gegner „auf Augenhöhe“. Gleichzeitig blieb er gewohnt kritisch: Nach drei Wochen ohne Spiel und mit zu wenigen Trainingszeiten sei deutlich gewesen, dass Abläufe fehlen. Zudem mussten nach dem erneuten Langzeitausfall von Tobi Brazda Reihen neu formiert werden – in dieser Zusammensetzung habe man, abgesehen von der Reihe Lamers–Irwin–LeBlanc, weder zusammen gespielt noch trainiert. Gentges’ klare Botschaft: „Das entschuldigt aber nicht, dass wir defensiv besser arbeiten und uns wesentlich mehr an die Basics halten müssen.“

Nächster Heimtermin – und ein Appell an die Fans:
Am Sonntag, 18. Januar 2026, um 18 Uhr steigt am Sandbach das nächste Spiel: Ice Aliens gegen Grefrath Phönix. Gerade in dieser Phase der Saison kann eine breite Fanunterstützung den entscheidenden Unterschied machen. Eine volle Halle, lautstarke Ränge und spürbarer Rückenwind steigern die Spielfreude – und können genau die Extra-Prozente freisetzen, die enge Spiele kippen. Wer die Aliens im Saisonendspurt nach vorne peitschen will, hat an diesem Sonntag die beste Gelegenheit dazu.