Ratingen | Die Stadt zeigt sich im Jubiläumsjahr schon jetzt von seiner farbenfrohen Seite. Entlang wichtiger Straßen und in Parks blühen Zigtausende Narzissen, dazu kommen später noch Tulpen und weitere Frühjahrsblüher. Allein im Begleitgrün zentraler Straßen wurden nach Angaben der Stadt rund eine halbe Million Blumenzwiebeln gesetzt. Auch im Erholungspark Volkardey ist das Jubiläum inzwischen sichtbar: Dort entsteht mit 37 verschiedenen Baumarten die neue „Allee der sprechenden Bäume“, die vor allem auch Kinder ansprechen soll. Zu jedem Baum soll es per QR-Code und AR-Anwendung eine eigene Geschichte geben. Bürgermeister Patrick Anders sagt dazu: „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in unserer schönen Stadt unterwegs bin, über die farbenfrohe Blütenpracht überall. Das macht gute Laune und weckt die Vorfreude auf die Höhepunkte unseres Jubiläumsjahres.“
Eine wichtige Neuerung betrifft nun eine der zentralen Veranstaltungen des Stadtjubiläums. Das große Festmahl am 12. Juli soll nicht mehr wie ursprünglich geplant auf dem Hauser Ring stattfinden, sondern am Stadionring. Die Umplanung ist mehr als eine bloße organisatorische Korrektur. Sie zeigt, dass die Verantwortlichen bei der vertieften Planung mit einem starken Besucherinteresse rechnen. Nach Darstellung der Stadt wären dem Hauser Ring bei großem Andrang zu enge Grenzen gesetzt. Der Stadionring bietet dagegen deutlich mehr Kapazität, zudem können dort Parkflächen und Teile der Stadioninfrastruktur mitgenutzt werden. Gerade mit Blick auf das angekündigte Bühnenprogramm und die Absicht, dafür einen musikalischen Top-Act zu verpflichten, wirkt die Verlagerung wie ein folgerichtiger Schritt. Das Festmahl soll schließlich ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres werden, nicht ein Fest unter Platzdruck.
Wie breit das Programm zum 750-jährigen Stadtjubiläum inzwischen aufgestellt ist, zeigt auch der Mittelaltermarkt, den die Ratingen Marketing GmbH Ende Mai in der Innenstadt veranstaltet. Am 30. und 31. Mai verwandeln sich Marktplatz, Lintorfer Straße und der Bereich rund um St. Peter und Paul in eine mittelalterliche Szenerie. Geplant sind Ritterkämpfe, historische Heerlager, Gaukler, Märchenerzähler und mehrere Spielleutegruppen. Hinzu kommen Händler mit historischen Waren, Handwerksvorführungen, Tavernenbetrieb und zahlreiche Mitmachangebote für Kinder. Besonders auffällig ist, dass der Markt nicht nur Kulisse sein soll, sondern an mehreren Punkten in der Innenstadt gleichzeitig spielt. Damit bekommt das Jubiläumsjahr auch in der Altstadt einen publikumsstarken, erlebnisorientierten Schwerpunkt. Der Eintritt ist frei, die offizielle Eröffnung ist für Samstag, 30. Mai, um 15 Uhr vorgesehen. Veranstalter ist die Ratingen Marketing GmbH.
Das passt zur Grundidee des Jubiläums: Stadtgeschichte soll nicht nur erzählt, sondern erlebbar werden. Während Blumen, Baumallee und AR-Angebote eher auf einen nachhaltigen, familienfreundlichen Zugang setzen, stehen das Festmahl am Stadionring und der Mittelaltermarkt in der Innenstadt für die großen öffentlichen Bilder dieses Jahres. Nach Ostern soll die zweite Ausgabe des Jubiläums-Journals erscheinen und weitere aktualisierte Informationen liefern. Klar ist schon jetzt: Ratingen steuert auf ereignisreiche Wochen zu

