Stolz und sich ihrer Verantwortung für die Zukunft bewusst: Johannes I. und Emma I. – begleitet von ihren Schirmherren Reinhard Cechura und Carsten Droste, Bild: RaKiKa
Stolz und sich ihrer Verantwortung für die Zukunft bewusst: Johannes I. und Emma I. – begleitet von ihren Schirmherren Reinhard Cechura und Carsten Droste, Bild: RaKiKa

Ratingen | Die Stadt nimmt Abschied, aber bitte mit Konfetti. Denn die letzten karnevalistischen Würdenträger sind noch im Amt – und bevor die Session endgültig den Vorhang zuzieht, wird im Bürgerhaus Ratingen noch einmal so richtig gelacht, gedrückt, gewunken und vielleicht auch ein kleines Tränchen weggeschnieft.
Am Samstag, 21.02., heißt es beim RaKiKa: Trauerparty von 11:11 bis 14:11 Uhr. Trauer, ja – aber eben auf die rheinische Art: mit Musik im Bauch, Frohsinn im Blick und einer Stimmung, die sagt: „Wenn schon Abschied, dann bitte mit Karneval!“


Im Mittelpunkt steht der letzte Auftritt des Prinzenpaares Johannes I. und Emma I. – begleitet von ihren Schirmherren Reinhard Cechura und Carsten Droste von D&P Assekuranzmakler. Sieben Wochen Regentschaft liegen hinter den beiden – sieben Wochen, die sich anfühlen wie ein Marathon in Lackschuhen: über 100 Auftritte, unzählige Hände geschüttelt, strahlende Gesichter, volle Säle, schnelle Termine, noch schnell ein Foto, noch schnell ein Helau – und immer wieder dieses wunderbare Gefühl: Karneval verbindet.
Und nun kommt der Moment, in dem die Zeichen der Regentschaft abgegeben werden. Das klingt feierlich – ist es auch. Aber niemand muss tapfer sein: Für ausreichend Taschentücher ist gesorgt. Wobei in Ratingen selbst die Taschentücher meistens erst dann gebraucht werden, wenn das letzte „Helau“ verklungen ist und man plötzlich merkt, wie schnell so eine Session vorbeirauscht.

Doch wer glaubt, das sei ein Ende, der kennt den RaKiKa nicht. Johannes I. und Emma I. bleiben dem Karneval treu – ganz traditionell wurden beide bereits als neue Präsidenten des RaKiKa bestätigt. Heißt: Die beiden gehen nicht von der Bühne – sie wechseln nur die Rolle. Und schon jetzt ist die Vorfreude groß auf den Moment, wenn sie im nächsten Jahr als Moderatoren die jungen Jecken durch das Programm führen. Karneval ist eben kein Abschied, Karneval ist ein „Bis gleich“.

Und dann kommt noch der kleine Höhepunkt mit großer Klappe: Der Kinderhoppeditz verabschiedet sich mit einer frechen Rede, wie es sich gehört – ein letzter Satz, der sitzt, ein letzter Schmunzler, der bleibt. Danach verschwindet er wieder in Richtung November, wo er – wenn alles gut geht – pünktlich zur neuen Session wieder auftaucht. Schließlich: Ein Hoppeditz geht nie ganz. Er macht nur kurz Pause.

Wer also noch einmal spüren will, was Karneval wirklich ist – gemeinsam lachen, gemeinsam ein bisschen rührselig sein und am Ende doch mit einem breiten Grinsen nach Hause gehen – der sollte am Samstag im Bürgerhaus dabei sein. Trauerparty? Ja. Aber vor allem: ein Fest fürs Herz.