Ratingen | Ratingen-West soll zwei konkrete Verbesserungen am Maximilian-Kolbe-Platz bekommen: eine mögliche, eingezäunte Hundeauslauffläche für kleinere Hunde – und die Wiederherstellung der verwilderten Boulebahn. Das beantragt die Fraktion der Bürger-Union und verweist dabei sowohl auf Hinweise aus der Nachbarschaft als auch auf bestehende Beschlüsse des Rates.
Was beantragt die Bürger-Union?
Die Fraktion stellt zwei Prüf- und Arbeitsaufträge an die Verwaltung:
Prüfung einer umzäunten Hundeauslauffläche:
Die Verwaltung soll prüfen, ob die Grünfläche am Maximilian-Kolbe-Platz künftig als eingezäunte Auslauffläche für kleinere Hunde geeignet ist.
Boulebahn wieder nutzbar machen:
Die Verwaltung soll die aktuell verwilderte Boulebahn instand setzen, damit sie wieder von Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden kann.
Warum eine Hundeauslauffläche am Platz?
Auslöser seien Gespräche mit Anwohnerinnen und Anwohnern. Diese hätten berichtet, dass viele – insbesondere ältere – Hundebesitzer den Weg zur Freifläche am „Hundestrand“ am Grünen See nicht schaffen: Hin und zurück seien das laut Bürger-Union knapp zwei Kilometer.
Hinzu komme ein praktischer Punkt: Die Fläche am Grünen See sei nicht eingezäunt, sondern eine offene Freifläche. Das sei aus Sicht mancher Hundehalter nicht ideal.
Die am Maximilian-Kolbe-Platz vorgeschlagene Grünfläche – neben dem Gemeinschaftsgarten – werde derzeit zwar als öffentliche Grünfläche geführt, sei aber nach Einschätzung der Bürger-Union kaum bis gar nicht genutzt. Genau dort könnte, so die Idee, eine gut erreichbare Alternative entstehen.
Wichtig: Die Bürger-Union erinnert außerdem an einen gültigen Ratsbeschluss, nach dem die Verwaltung den Auftrag hat, in jedem Ratinger Stadtteil eingezäunte Hundeauslaufflächen bereitzustellen. Der Antrag versteht sich damit auch als Schritt, diesen Beschluss in Ratingen-West umzusetzen.
Warum soll die Boulebahn wieder hergerichtet werden?
Beim zweiten Punkt geht es um die Aufenthaltsqualität am Maximilian-Kolbe-Platz. Das Boulespiel – korrekt Pétanque – werde auch in Deutschland immer beliebter. In Ratingen gebe es jedoch aus Sicht der Bürger-Union zu wenige öffentliche Orte, an denen man diese Sportart ausüben könne.
Am Maximilian-Kolbe-Platz seien zwar geeignete Flächen vorhanden, doch diese seien laut Antrag ungepflegt und nicht mehr bespielbar. Außerdem fehle es an Sitzgelegenheiten, die für ein geselliges Miteinander wichtig wären.
Größeres Ziel: Gemeinschaftsorte in Ratingen-West stärken
Die Bürger-Union stellt beide Maßnahmen in einen größeren Zusammenhang: Es gebe einen Ratsbeschluss rund um den geplanten Schulneubau an der „Acht“, der vorsieht, das „in die Jahre gekommene Gebiet um den Schwanensee“ zu ertüchtigen. Zwei kleine, aber „wirkungsvoll konkrete Maßnahmen“ – Hundeauslauf und Boulebahn – könnten ein Anfang sein.
Gerade in Ratingen-West seien Orte, an denen Gemeinschaft gelebt werden kann, besonders wichtig, heißt es zur Begründung.
So läuft die Beratung im Ratssystem
Der Antrag soll in folgender Reihenfolge beraten werden:
Bezirksausschuss West (BezA West), StUKKMA, HAFA, Rat
Unterzeichnet ist der Antrag von Rainer Vogt (Fraktionsvorsitzender) und Karin Richter (Ratsmitglied im BezA West).

