Das P-Kontos schützt das Geld das zum Überleben wichtig ist, Bild: KI
Das P-Kontos schützt das Geld das zum Überleben wichtig ist, Bild: KI

Ratingen | Wer ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nutzt, kennt das Problem: Reicht der Grundfreibetrag nicht aus, kann er nur mit einer P-Konto-Bescheinigung erhöht werden. Das ist etwa dann möglich, wenn Unterhaltspflichten bestehen oder bestimmte Sozialleistungen bezogen werden. Für Betroffene in Ratingen gibt es dafür nun einen neuen, digitalen Weg.


Über die Anwendung KonBeO (Konto-Bescheinigung Online) kann die Beantragung einer P-Konto-Bescheinigung jetzt online erfolgen. KonBeO ist ein Projekt der Verbraucherzentrale NRW, gefördert durch das NRW-Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Ziel ist es, den Zugang zu wichtigen Bescheinigungen zu erleichtern – ohne lange Wege und mit klarer Schritt-für-Schritt-Führung.

So funktioniert es: Auf www.konbeo.nrw
geben Ratsuchende zunächst die Postleitzahl ihres Wohnortes ein. Das System zeigt dann an, ob es in der Nähe eine anerkannte gemeinnützige Schuldnerberatungsstelle gibt, die Bescheinigungen über KonBeO anbietet. Für Ratingen ist das der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) – dessen Schuldnerberatung von der Stadt Ratingen bezuschusst wird.

Nach einer einmaligen Registrierung führt ein Online-Fragebogen durch die Antragstellung. Benötigte Nachweise – zum Beispiel eine Heiratsurkunde als Beleg für eine Unterhaltspflicht – können direkt im System hochgeladen werden. Die zuständige Beratungsstelle prüft die Unterlagen und erstellt anschließend die P-Konto-Bescheinigung digital.

Der SkF bietet dieses kostenfreie Online-Verfahren in Ratingen seit Dezember 2025 an. Wer lieber persönlich vorbeikommt, kann die Bescheinigung weiterhin in der Sprechstunde vor Ort erhalten. Termine werden telefonisch vereinbart unter 02102 / 7116100. Die Sprechstunde findet donnerstags von 15:00 bis 17:30 Uhr in der Geschäftsstelle des SkF, Düsseldorfer Straße 40, statt.

Obwohl KonBeO in Ratingen erst seit kurzer Zeit verfügbar ist, berichtet der SkF bereits von zahlreichen Anfragen über das System – ein Hinweis darauf, dass das digitale Angebot von vielen Betroffenen gut angenommen wird.