Die Bundesliga-Damen vom TTR 08 hoffen noch auf den Klassenerhalt. Foto: TTR 08

Ratingen/Grimma. Die Bundesliga-Damen vom Triathlon-Team Ratingen 08 haben in Grimma Platz 13 erreicht – sind aber nicht zufrieden. Teamchefin Joana Wolff: „Für den Klassenerhalt dürfte es in diesem Jahr wohl nicht reichen.“


Über die Wettkampforte der 2. Triathlon-Bundesliga Nord dürfen sich die Athleten der 14 Damen- und der 15 Herren-Teams nicht beschweren. Nach Itzehoe, Weimar und Verl reisten die Damen des Triathlon Team Ratingen 08 (TTR) zum vierten Rennen ins malerische Grimma. Am Ende stand für Joana Wollf, Annika Fischer, Seraphine Ragot und Florentine Exner-Anaç nach einer Sprintdistanz Platz 13 zu Buche.

Diese Sprintdistanz bestand aus 750 Metern Schwimmen im Fluss Mulde bei 18 Grad Wassertemperatur, 20 Kilometern Radfahren über drei Runden mit je drei Anstiegen sowie fünf Kilometern Laufen über zwei Runden entlang der Mulde.

Für diese Strecken benötigte Wolff 1:06:19 Stunden, gleichbedeutend mit Rang 38. Annika Fischers Endzeit betrug 1:07:50 Stunden, so dass die 16-Jährige als 40. in der Ergebnisliste steht. Seraphine Ragot findet sich in dieser als 49. mit einer Zielzeit von 1:13:54 Stunden. Ratingens Top-Frau, Florentine Exner-Anaç, klagte über Unwohlsein und musste ihr Rennen bereits vor dem ersten Wechsel beenden.

„Florentines Ausfall war natürlich sehr bitte für uns“, analysierte Teamleiterin Wolff das Grimmaer Triathlon-Gschehen. „Trotz dieses Rückschlags haben die drei übrigen Athletinnen großen Kampfgeist bewiesen und ihr Bestes auf der anspruchsvollen Strecke gegeben. Aber für den Klassenerhalt dürfte es in diesem Jahr wohl nicht reichen.“ In der Tabelle haben die TTR-Damen weiterhin die „rote Laterne“ und acht Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Nebensportlicher Grund zur Freude im Muldental

Das sportliche Abschneiden sorgte entsprechend nicht für die beste Laune – auch unter den zahlreich mitgereisten Verwandten und Freunden. Es gab allerdings einen sehr schönen Nebenaspekt, weil Annika Fischer gleich doppelten Grund zur Freude hatte, der sich auf die ganze Gruppe übertrug. Sie feierte in Muldental nicht nur ihr Bundesliga-Debüt, sondern auch ihren 16. Geburtstag. Daher schmeckten der alkoholfreie Sekt und der Kuchen trotzdem süß.

Vorfreude auf das Saisonfinale in Hannover

Ein Bundesliga-Rennen haben die TTRlerinnen noch vor sich in diesem Jahr. Gemeinsam mit den Herren geht es am 5. September an den Maschsee in Hannover. Dort enden seit vielen Jahren die Saisons der 1. Triathlon-Bundesliga und der 2. Triathlon-Bundesliga Nord. „Auf diese Reise blicken wir noch einmal mit großer Vorfreude und wollen uns von unserer besten Seite präsentieren“, so Wolff. „Ob es am Ende tatsächlich der Abstieg aus der 2. Triathlon-Bundesliga wird, bleibt abzuwarten. Doch egal, wie es ausgeht: Wir werden die Liga-Zeit erst einmal in bester Erinnerung halten und unseren Teamspirit beibehalten.“