Der UVR-Vorstand: Rheindy Sebastian Hähnel, Olaf Tünkers (Vorsitzender) und Alexander Rebs (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Achim Blazy
Der UVR-Vorstand: Rheindy Sebastian Hähnel, Olaf Tünkers (Vorsitzender) und Alexander Rebs (stellvertretender Vorsitzender). Foto: Achim Blazy

Ratingen | Der Unternehmensverband Ratingen e.V. (UVR) setzt im Jubiläumsjahr „750 Jahre Stadtrechte“ ein deutliches Zeichen: Mit zwei Ausstellungen soll sichtbar werden, wie sehr Unternehmen und Beschäftigte die Stadt geprägt haben – historisch wie aktuell. Als Vorstandsvorsitzender steht Olaf Tünkers an der Spitze des Verbandes, die Geschäftsführung liegt bei Hakan Cetin. Beide hatten die Pläne bereits beim Neujahrsempfang des UVR angekündigt nun wurden sie konkretisiert. Rheindy Sebastian Hähnel, Vorstandsmitglied im Unternehmensverband Ratingen (UVR) und zugleich Geschäftsführer eines auf Messebau und Präsentationslösungen spezialisierten Unternehmens bringt genau die praktische Expertise mit, die für das Ausstellungsformat des UVR wichtig ist: die Planung und Umsetzung von Stellwänden, Exponatpräsentationen und technischen bzw. digitalen Elementen. Entsprechend wurde er in die Überlegungen zur konkreten Ausgestaltung der Ausstellung eingebunden und als Ansprechpartner für Fragen der Präsentation und Umsetzung genannt.


Den Auftakt macht die Ausstellung „Ratingen – Meine Stadt, mein Standort. Unternehmensverband Ratingen e. V. – seit 1923“. Sie ist vom 21. Juli bis zum 31. Oktober im Lesecafé des Medienzentrums am Peter-Brüning-Platz zu sehen. Auf rund 150 Quadratmetern soll eine Mischung aus Stadt- und Wirtschaftsgeschichte, Verbandschronik und Standortentwicklung entstehen. Geplant sind beleuchtete Stellwände, Exponate aus der Unternehmens- und Verbandshistorie sowie digitale Elemente, die Hintergründe und Daten verständlich aufbereiten. Der Anspruch: nicht nur „Schaufenster“, sondern auch Einordnung – wie sich Ratingen als Wirtschaftsstandort verändert hat und welche Branchen heute das Profil bestimmen.

Im Anschluss folgt eine zweite Präsentation in der Hauptfiliale der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. Hier verschiebt sich der Fokus: Im Mittelpunkt steht eine vom UVR initiierte Jubiläumsmedaille. Besonderheit: Die Entwürfe dafür sollen von Ratinger Schulkindern stammen. Damit wird das Jubiläum nicht nur erinnert, sondern in die nächste Generation hineingetragen – und zugleich ein kreativer Zugang zur Stadtgeschichte eröffnet. Die Auswahl der Gewinnerentwürfe samt Preisverleihung ist für Dezember vorgesehen.

Begleitet werden die Ausstellungen von einem Rahmenprogramm, das den Austausch zwischen Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Bildung stärken soll. Vorgesehen sind Vorträge – etwa zur aktuellen wirtschaftlichen Lage –, Unternehmensbesuche sowie Angebote, die junge Menschen gezielt ansprechen, darunter Aktionen im Umfeld des Girls’ Day. Das Konzept zielt darauf, Wirtschaft nicht abstrakt zu diskutieren, sondern konkret erlebbar zu machen: Welche Betriebe gibt es vor Ort? Welche Berufe entstehen? Welche Herausforderungen ergeben sich durch Transformation, Fachkräftemangel oder Energiepreise?

Mit den Ausstellungen bringt der UVR damit ein Stück Standortkommunikation in öffentliche Räume – niedrigschwellig, informativ und mit dem klaren Signal: Ratingens Stadtgeschichte ist immer auch Wirtschaftsgeschichte.