Bautafel auf Feld neben ländlichem Weg.
Das Neubaugebiet Fellershof von der Bonsfelder Straße gesehen. Hier führt die Stadt Velbert die Erschließung für ein Baugebiet von über 41.000 Quadratmetern Fläche durch. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Der Bürgerverein Langenberg kritisiert die Entscheidung des Bezirksausschusses, das Neubaugebiet Fellershof über eine Ampel-Kreuzung zu erschließen. Der BV preferiert stattdessen einen Kreisverkehr.

Folgende Erklärung hat der Vorsitzende, Wolfgang Werner, dazu abgegeben: „Im Rückblick auf die Sitzung des Bezirksausschusses Langenberg vom 8. Mai 2024 kritisiert der Bürgerverein Langenberg die Entscheidung, die Anbindung des Neubaugebietes Fellershof doch mit einer Ampelanlage vorzunehmen und nicht, wie vom Bürgerverein Langenberg gefordert, mittels eines Kreisverkehrs.

Ein Kreisverkehr brächte nach Ansicht des Bürgervereins erhebliche Vorteile für die Anlieger der Bonsfelder Straße. So wäre die Staugefahr sehr viel geringer, ein Kreisverkehr würde die Geschwindigkeit reduzieren, während eine Ampel eher dazu verleitet, noch mal kurz aufs Gas zu gehen, um die Grünphase noch zu erwischen. Außerdem würde ein Kreisel das Ortsbild verbessern, weil es den schnurgeraden Straßenverlauf auflöst.

Leider hat die Mehrheit aus CDU und Grünen im BZA gegen einen entsprechenden Antrag der SPD gestimmt, so dass am Ende 8 Stimmen aus diesen Parteien gegen 7 Stimmen aus den Reihen der Opposition standen. Begründet wurde dies von der Ausschussmehrheit vor allem mit dem schon weit fortgeschrittenen Stand der Vorarbeiten. So berichtete die Verwaltung, dass entsprechende Aufträge zur Erstellung einer Lichtzeichenanlage schon vergeben worden seien. Hinzu kämen die Probleme, entsprechende Flächen im Bebauungsplangebiet, die bisher als Wohnbauflächen ausgewiesen seien, als Verkehrsfläche umzunutzen. Dazu seien umfangreiche Planänderungen nötig, die viel Zeit kosten würden. Außerdem seien Kinder und andere Fußgänger bei einer Lichtsignalanlage besser geschützt.

Der Bürgerverein bedauert die Entscheidung, die sich in der Zukunft negativ für den Ortsteil auswirken wird und hofft, dass die von der FDP angeregte Diskussion im zuständigen Fachausschuss doch noch eine Chance auf eine bessere Lösung aufzeigt.“