Mit dem "Kettentrick" machen Kriminellen im Kreis Mettmann seit Wochen wertvolle Beute. Bild: Polizei/KI unterstützt
Mit dem "Kettentrick" machen Kriminellen im Kreis Mettmann seit Wochen wertvolle Beute. Bild: Polizei/KI unterstützt

Velbert. Die Polizei im Kreis Mettmann hat in den letzten Monaten eine Häufung des so genannten Kettentricks registriert. Trickbetrüger stehlen geschickt den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer. Am Donnerstag, 27. August, kam es in Velbert zu einem weiteren Fall, bei dem ein 91-jähriger Mann und eine 90-jährige Frau bestohlen wurden.


Gegen 18 Uhr wurde der Senior mit seiner Frau an der Straße „Am Hardenberger Hof“ in Höhe der Hausnummer 28 von einer unbekannten Frau und einem unbekannten Mann angesprochen und unvermittelt umarmt, so die Polizei zum Tathergang.

Dabei seien unbemerkt zwei Goldketten des Ehepaars entwendet worden. Die beiden Täter  – eine Frau und ein Mann – stiegen anschließend in ein „dunkles, großes Auto“ in dem noch eine dritte Person saß und fuhren in Richtung Königsberger Straße davon.

Das Ehepaar hat die Täterin und Täter folgendermaßen beschrieben:

Täterin:

– ungefähr 20 Jahre alt
– mit braunen Haaren
– schlank

Täter:

– circa 25 Jahre alt
– mit dunklen Haaren
– kräftig
– mit osteuropäischem Erscheinungsbild

Der Autofahrer soll um die 40 Jahre alt gewesen sein.

Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt: „Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges an der Straße „Am Hardenberger Hof“ beobachtet?“ Hinweise nimmt die Polizei in Velbert jederzeit unter 02051 946-6110 entgegen.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Kettentrick und schildert wie folgt, wie der Trickdiebstahl in der Regel von statten geht:

„Die Kriminellen sprechen meistens ältere Menschen an, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.

Die Kontaktaufnahme

Die Taten finden in der Regel auf Straßen, Wegen, Plätzen oder in Cafés statt. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Frage nach einer Auskunft, beispielsweise einer Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.

Körperliche Nähe

Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und machen den Opfern ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden.

Der Diebstahl

Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später.“

Die Polizei rät: „Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Alarmieren Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu ermöglichen.“