Der Frauenchor Arion war auf der Insel Föhr zu Gast. Foto: privat
Der Frauenchor Arion war auf der Insel Föhr zu Gast. Foto: privat

Velbert. Mit zwei Jahren Verspätung durch Corona hat der Fraunechor Arion 1970 jetzt seine Jubiläumsreise veranstaltet. Von dem viertägigen Ausflug zur Nordseeinsel Föhr mit Gastkonzert in der dortigen „Strandmuschel“ berichtet Maeve Monschau.

„Endlich geht es los – die Fahrt zur Insel Föhr“ – mit riesiger Vorfreude startete der Frauenchor Arion aus Velbert am 23. Juni um 5 Uhr morgens seine Jubiläumsfahrt. Überpünktlich warteten alle Sängerinnen auf den Bus.

Vier Tage verreisen und so riesige Koffer und Taschen? Busfahrer Klaus hatte einiges zu stapeln. Doch bei den Pausen kam alles zum Vorschein. Die Frauen wurden verwöhnt mit einem Frühstücksbüfett, das nicht nur aus Kaffee und belegten Broten bestand. Nein, es gab Frikadellen, Eier, Tomaten, Gemüsesticks, Kuchen, Kekse und natürlich Sekt und Orangensaft.

Die Zeit im Bus verging wie im Flug. Immer wieder wurden Süßigkeiten und Bonbons herumgereicht. Strahlend begrüßte die Sonne die Ankommenden in Wyk. So ist es, wenn Engel reisen. Sie blieb auch bis zur Abreise. Das „Strandhotel“ direkt am Wasser lud zum Schwimmen ein. Nach dem gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse spazierten die Frauen in Gruppen durch den Ort.

Am nächsten Tag zeigte Kurt seine Heimatinsel. Wrixum, Alkersum Borgsum, Utersum und noch viele Dörfchen mehr. Jeder Ort anders, jeder Ort schön. Ein besonderes Flair geben natürlich die reetgedeckten Häuser und die vielen Rosen überall. Roseninsel oder friesische Karibik wird die Insel Föhr deshalb auch zu Recht genannt.

Einen Tag später gab es bereits am Frühstückstisch große Aufregung. Plakate hatten es in der Stadt Wyk schon angekündigt. Der Velberter Frauenchor „Arion“ singt um 11 Uhr in der Musikmuschel. Chorleiterin Larissa hat mit Stimm- und Körpereinsatz die Sängerinnen dirigiert. Es klang toll und hat geklappt: a capella und ohne Noten! Danach durften jeder auf eigene Faust die Insel erkunden, Rad fahren oder in der Nordsee schwimmen.

Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Der Bus wartete in Dagebül bereits auf die Heimfahrt.

Eigentlich sollte diese Reise bereits im Jahre 2020 stattfinden. Sie war zum 50-jährigen Bestehen des Chores geplant. Mit Corona hatte niemand gerechnet. Doch wie viele andere, mussten die Sängerinnen neben den Chorproben und Konzerten auch diese Reise absagen. Ein starker, toller Vorstand hielt die Vereinsmitglieder in dieser Zeit zusammen. Immer wieder wurden die Frauen des Chores kontaktiert und mit kleinen Geschenken überrascht.

Nach Abklingen der Pandemie gab es einen Wechsel in der Chorleitung. Larissa Starozhilowa ist Sängerin, Gesangspädagogin und liebt „A capella-Gesang“. Sie möchte mit dem Frauenchor neue Impulse setzen.

Nachdem der Reisetermin zur Insel Föhr feststand, wurde intensiv für ein kleines Konzert geprobt. Durch die Corona-Zwangspause und mit einer neuen Dirigentin war es für die Sängerinnen schon eine Herausforderung.

Die Reise und der kleine Auftritt an der Strandpromenade hat das Selbstbewusstsein zum Singen ohne Notenmappen gestärkt. So lautet auch das Motto des Chores: „Singen macht Spass, singen tut gut, singen macht munter und singen macht Mut!“

Also mutig sein und kommen: Chorporbe ist immer am mittwochs von 19.30 Uhr bis 21 Uhr im Alloheim, Forststr. 21, in Velbert