Die Bäume sollen an die Opfer rassistischer Gewalt erinnern. Foto: Pixabay

Velbert. Der Velberter Integrationsrat hat im Freizeitpark Nordstadt über die Kampagne „10 +1 Bäume für die Opfer der rechtsterroristischen Gruppierung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ informiert, die nun auch in Velbert umgesetzt worden ist.

Auf dem Gelände der Schulen Geschwister-Scholl-Gymnasium, Nikolaus-Ehlen-Gymnasium, Grundschule Birth sowie Gesamtschule Velbert-Mitte und Christliche Gesamtschule Bleibergquelle wurden je zwei ungarische Eichen gepflanzt.

„Auf diese Weise soll die Erinnerung an die zehn menschlichen Schicksale, die den NSU-Verbrechen zum Opfer fielen, wachgehalten werden und ein Zeichen für mehr Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gesetzt werden“, informiert dei Stadtverwaltung zur Idee hinter der Aktion. Der elfte Baum für alle nicht namentlich genannten Opfer rassistischer Gewalt fand seinen Standort im Freizeitpark Nordstadt an der Höferstraße.

Der Vorsitzende des Velberter Integrationsrates, Ivo Simic, zeigte sich erfreut über die Realisierung der Kampagne in Velbert: „2020 wurde vom Rat der Stadt Velbert auf Initiative des Gremiums die Resolution gegen Rassismus, Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verabschiedet. Die Bäume für die NSU-Opfer sind weitere Bausteine, um in unserer Stadt ganz klar zu zeigen, dass wir hier keine Diskriminierung dulden. Wir müssen darüber sprechen und immer wieder daran erinnern, was es heißt, Mensch zu sein.“

Die Einweihungs- und Informationsveranstaltung wurde durch die stellvertretende Bürgermeisterin, Dr. Ester Kanschat, eröffnet. Der Landesintegrationsrat wurde durch das Vorstandsmitglied, Oyun Ishdorj, und Seyfullah Köse, Berater der Städte im Prozess der Umsetzung des Vorhabens, vertreten.

Gemeinsam mit den Schulen der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Velbert-Mitte sowie der IG Metall Velbert und dem Bergischen Arbeitgeberverband wurde die Initiative des Landesintegrationsrates NRW in Velbert umgesetzt.