Die Stadtkirche in Velbert-Neviges. Archivfoto: Mathias Kehren
Die Stadtkirche in Velbert-Neviges Archivfoto: Mathias Kehren

Velbert. In Neviges haben sich die evangelische und katholische Kirchengemeinden darauf verständigt, sich am allabendlichen Glockenläuten ab Sonntag, 22. November, täglich um 19.30 Uhr zu beteiligen. Zu der Aktion hat die Kirche im Rheinland aufgerufen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ihre 668 Gemeinden aufgerufen, sich vom Martinstag (11. November) bis zum 2. Weihnachtstag (26. Dezember) jeden Abend um 19.30 Uhr am ökumenischen Glockenläuten während der Corona-Pandemie zu beteiligen.

„Alle Gemeindeglieder sind eingeladen, an jedem Abend einen Moment innezuhalten und im Gebet die Erkrankten und Besorgten, die Ärztinnen und Ärzten sowie die Pflegenden vor Gott zu bringen“, schreibt Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt, in einem Brief an die Gemeinden. Bereits im Frühjahr zu Beginn der Pandemie, als Präsenzgottesdienste nicht möglich waren, hatte es allabendlich an vielen Orten ein ökumenisches Glockengeläut gegeben.

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann haben dazu ein ökumenisches Gebet verfasst, das während des Glockengeläuts mitgesprochen werden kann. Möglich sei auch „einen Moment stille zu werden und an die Menschen zu denken, die einem lieb sind oder die sich in ihrer Existenz gefährdet sehen“.

Kerzen als Hoffnungslichter im Fenster

Darüber hinaus seien alle eingeladen, in der Zeit des ökumenischen Glockenläutens und Gebets eine Kerze als Hoffnungslicht ins Fenster zu stellen. „So setzen wir in diesen Tagen, in denen uns die zweite Infektionswelle der Corona-Pandemie große Sorgen bereitet, wiederum ein hörbares und sichtbares Zeichen der ökumenischen Gemeinschaft, des gegenseitigen Trostes und der Ermutigung“, schreibt Rudolph.