Gruppe präsentiert neue Gutscheine 2024.
Das Stadtmarketing Velbert und eine Auswahl der Velberter Schlüsselwirte haben die Neuauflage der Gutschein vorgestellt. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Schlüsselgerichte sind ein Renner. Im letzten Jahr sind die Gutscheine mehr als 8.000 Mal verkauft worden. Und in diesem Jahr machen noch drei weitere Restaurants mit. Stadtmarketing und teilnehmende Gastronomen haben die neuen Gutscheine für Schlüsselgerichte, Schlüsselmenüs und Schlüsselchen vorgestellt.

Insgesamt 23 Restaurants aus allen Velberter Stadtbezirken beteiligen sich in diesem Jahr an den Schlüsselgerichten und geben einen Einblick in ihre Küchen. Mit der Pasta Manufaktur Maria Bronzetti, dem Restaurant „Em Schlotschmet“ und der Gastronomie „Anna und Domenico“ ist die Auswahl um drei neue Angebote reicher geworden.

Ob gut bürgerlich, gehoben oder international bei den Schlüsselgerichten ist für jeden etwas dabei. Und wem das Schlüsselmenü nicht schmeckt, darf sich auch ein gleichwertiges anderes Essen aussuchen. Die Gutschein können bis Ende 2027 eingelöst werden. Viel Zeit also, um etwas Neues auszuprobieren oder in gewohnten kulinarischen Gefilden zu schwelgen.

„Die Schlüsselgutscheine sind ideal, um den Menschen die Schwellenangst zu nehmen“, führt Walter Stemberg an, dessen Sohn als Sternekoch am Herd steht. „Wir sind preiswert, nicht teuer“, so Stemberg weiter. Und davon könne sich jeder überzeugen zum definierten Budget eines Schlüsselmenüs.

Walter Stemberg ist ein Miterfinder der Schlüsselgutscheine. Die Idee selbst stammt aus Lübeck, wo es schon 1985 das Sieben-Türme-Gericht gab. „Nach drei oder vier Jahren hatten wir Lübeck schon getoppt“, erinnert sich Stemberg. Und kurz danach habe es schon Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet nach dem Erfolgskonzept gegeben.

Das fußt laut Stemberg auch auf der Idee zur Schlüsselspeise. „Wir bieten Gerichte an, die unsere Restaurants repräsentieren“, so Stemberg. Beste Qualität zu einem fairen Preis also. Zwischendurch habe es gar Überlegungen gegeben, die Gerichte zu prämieren. Diese habe sich aber nicht durchgesetzt.

In den fast vier Jahrzehnten hat sich die Idee der Restaurantgutscheine gehalten und freut sich ungebrochener Beliebtheit. „Eine Erfolgsgeschichte“ mit dem Charakter eines „Selbstläufers“ an der sich immer mehr Wirte beteiliegten, fasst Beigeordneter Jörg Ostermann es in Worte. „Ein idealer Anreiz, die Menschen an neue Gastronomie heranzuführen.“

Gestiegene Einkaufspreise, Personalkosten, Energiepreise und die Mehrwertsteuer machen den Restaurantbesuch teurer. Daran kommen auch die Schlüsselgutscheine nicht vorbei. Der Menüpreis liegt nun bei 50 Euro, ein Gericht kostet 25 Euro und das Schlüsselchen (Kinderessen) liegt bei 6,50 Euro. Zum Vergleich: letztes Jahr lautete dieser Dreiklang noch 41, 21 und 6,50 Euro.

Die Akteure sind aber zuversichtlich, auch weiterhin große und kleine Feinschmecker mit ihrem breiten Angebot von einzelnen Gerichten bis hin zu mehrgängigen Menüs überzeugen zu können. Als Mitbringsel, Geschenk oder als Anerkennung für Mitarbeitende finden die Gastronomiegutscheine mit lokalem Bezug guten Absatz. Und das soll nach Möglichkeit auch noch weitere Jahrzehnte so bleiben.

Vorverkaufsstellen sind die Tourist-Information im Schloss- und Beschlägemuseum, Edeka Mader an der Röntgenstraße 11, das Antiquariat „Im Honnes“, Hellerstraße 12, der Weinhandel Stellwag, Elberfelder Straße 65, und das Zigarrenhaus Schlüter, Wilhelmstraße 131, in Wülfrath.

Entstehung der Velberter Schlüsselgerichte

Entstanden ist die Idee für die Velberter Schlüsselgerichte 1985 bei einer Reise des Verkehrsvereins Velbert nach Lübeck. Dort gibt es das Sieben-Türme-Gericht, benannt nach der markanten Stadtsilhouette der Hansestadt. Die Idee gefiel und wurde adaptiert. Seitdem erfreuen sich die Schlüsselgerichte, Schlüsselmenüs und Schlüsselchen stetig steigender Beliebtheit. Wurden 1985 noch 700 Gutscheine verkauft, waren es in den letzten Jahren mehr als das Zehnfache.