Fußballfans beißen in Trillerpfeifen.
IG Metallerinnen kämpfen für Gleichbehandlung im Arbeitsumfeld. Foto: IG Metall Velbert / Markus Feger

Velbert. IG Metall Velbert fordert anlässlich des Internationalen Frauentages (8. März 2024), gleiche Bezahlung und gleiche berufliche Entwicklungschancen für Männer und Frauen.

„Leider gibt es noch immer hinsichtlich des Arbeitsentgeltes massive Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Frauen verdienen im branchenübergreifenden Durchschnitt 4,46 € weniger in der Stunde als die Männer. Auch wenn sie das Gleiche tun, werden Frauen strukturell benachteiligt, verdienen weniger und haben schlechtere Karriereaussichten. Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit und gleiche Karrierechancen sind längst überfällig“, sagt der Geschäftsführer der IG Metall Velbert Hakan Civelek.

50 Prozent des Potentials nicht voll ausgeschöpft

„Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Voraussetzung dafür, dass die im internationalen Maßstab niedrige Frauenerwerbsquote steigt“, ist Hakan Civelek überzeugt und hat dabei den omnipräsenten Fachkräftemangel im Blick. Er kündigt weitere Verbesserungen an: „Dazu gehören zum Beispiel, flexible Arbeitszeitmodelle und gute Homeoffice-Regelungen. Kurzum, wir können es uns schlichtweg nicht leisten, das Potenzial und die Fähigkeiten von 50 Prozent der Bevölkerung nicht vollständig auszuschöpfen“, so Civelek.

Frauen mit Tarifvertrag in der Metall und Elektroindustrie verdienen pro Stunde 9,65 Euro mehr als Frauen ohne Tarifvertrag. Im Monatsdurchschnitt summiert sich das auf 1.400 Euro. Das hat die Gewerkschaft an Hand von Daten des Statistischen Bundesamtes errechnet.

Dank transparenter Eingruppierungsgrundsätze leisteten Tarifverträge auch einen Beitrag dazu, dass Frauen und Männer gleich bezahlt werden. „Außerdem gibt es zahlreiche tarifliche Regelungen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Neben der Aufzahlung des Kinderkrankengeldes gibt es für tarifliche Beschäftigte auch die Möglichkeit, die Arbeitszeit mit Rückkehranspruch auf Vollzeit zu reduzieren sowie das tarifliche Zusatzgeld in zusätzliche freie Tage für die Kindererziehung umzuwandeln“, so Civelek.