Das Team der Kita "Robbeninsel" hat einen Elternabend zum Thema Gewaltprävention organisiert. Foto: Pro Mobil

Heiligenhaus. Das Gewaltschutzkonzept der inklusiven Pro Mobil-Kita „Die kleine Robbeninsel“ wurde bei einem Elternabend interaktiv vorgestellt. Das Interesse am Thema war groß und zog viele Teilnehmer an. Ein Bericht von Pro Mobil-Pressesprecherin Eva Rüther.


„Inklusion bedeutet für uns, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu stärken – unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder individuellen Bedürfnissen. Ein wirksamer Kinderschutz kann nur dort gelingen, wo sich alle Kinder sicher, gesehen und respektiert fühlen. Deshalb ist Inklusion ein fester Bestandteil unseres Gewaltschutzkonzeptes“, erklärte Mays Jawad, Leiterin der Kita, beim Elternabend engagiert.

Um den Eltern die Inhalte nicht nur theoretisch zu vermitteln, entschied sich das Team bewusst für ein interaktives Konzept: An sechs Stationen konnten sie zentrale Bausteine des Gewaltschutzkonzeptes kennenlernen und aktiv erleben. In Kleingruppen durchliefen sie die Stationen und wechselten nach einem akustischen Signal zur nächsten.

Konkret ging es unter anderem um die Bedeutung von Kinderrechten im Kita-Alltag, Projekte wie „Mein Körper gehört mir“ und sensible Alltagssituationen wie Wickeln und Pflegesituationen. Vorgestellt wurden auch offene Türen, transparente Abläufe sowie klare Regeln, die durch Rollenspiele verdeutlicht wurden.  Die Mitarbeitenden der Kita betonten immer wieder: „Nähe ist wichtig – braucht jedoch klare und verlässliche Grenzen.“

An einer weiteren Station wurde die „Monster-Box“ vorgestellt, die als niedrigschwelliges Beschwerdeangebot für Kinder oder Gesprächsrunden genutzt werden kann. Eltern wurden über Wege und Ansprechpartner im Beschwerdemanagement informiert.

Besonders wichtig war den vielen interessierten Eltern: Was passiert, wenn ein Verdacht besteht? „Beobachtungen werden dokumentiert und nach einem strukturierten Ampelsystem bewertet. Bei gewichtigen Anhaltspunkten erfolgt eine Meldung gemäß § 8a SGB VIII sowie die Zusammenarbeit mit unter anderem der Kinderschutzfachkraft der Stadt Heiligenhaus. Transparenz gegenüber den Eltern spielt bei alledem eine ganz zentrale Rolle“, machte Mays Jawad deutlich.

Die Veranstaltung wurde sehr positiv aufgenommen und zeigte, wie wichtig Transparenz und Zusammenarbeit zwischen Kita und Elternhaus sind. Die Eltern waren sehr beeindruckt von dieser spannenden Vorstellung des Gewaltschutzkonzeptes.