Der Bürgerbusverein informiert. Archivfoto: Mathias Kehren

Velbert. Aus Haltshaltsgründen bekommen Schülerinnen und Schüler zum neuen Schuljahr kein Deutschlandticket mehr sondern lediglich das für die Stadt günstigere Schokoticket. Im Bürgerbus fällt dann ein Zusatzentgelt von 1,50 an – so wie für alle VRR-Ticket-Besitzer. Darauf haben die Bürgerbusvereine Neviges und Langenberg hingewiesen. 


Mit dem Start des neuen Schuljahres 2026/2027 bekommen die Schüler in Velbert nicht mehr das „DeutschlandTicket Schule“ sondern das frühere „SchokoTicket“. Die Stadt Velbert hat diese Umstellung aus Haushaltsgründen beschlossen. Für die beiden Velberter Bürgerbusvereine in Langenberg und Neviges bedeutet dies die Rückkehr zu den verbundweiten Tarifstrukturen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR).

Durch den Wechsel der Stadt greift in den Fahrzeugen beider Vereine ab dem kommenden Schuljahr wieder die alte Regelung vor Einführung des Deutschlandticket: Fahrgäste, die im Besitz eines gültigen VRR-Zeitfahrausweises sind, zahlen für die Fahrt mit dem Bürgerbus den ermäßigten Tarif von 1,50 Euro. Zu diesen berechtigten Zeitfahrausweisen gehören unter anderem: Das reaktivierte „SchokoTicket“, das „Ticket2000“, das „SozialTicket (MeinTicket)“ sowie weitere reguläre VRR-Abos.

Die ehrenamtlich betriebenen Kleinbusse beider Vereine stellen gerade in den topografisch anspruchsvollen Wohnlagen von Velbert eine unverzichtbare Ergänzung zum regulären ÖPNV dar. Sie sichern täglich die Wege zu den Schulen, zu den Haltestellen des Schülerspezialverkehrs oder zu Freizeiteinrichtungen. „Unser oberstes Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern – und ganz besonders den Jugendlichen – eine verlässliche, sichere und bezahlbare Mobilität direkt vor der Haustür zu bieten“, betonen die Vorstände der Bürgerbus-Vereine Langenberg und Neviges gemeinsam. „Auch wenn die bundesweite Fahrtmöglichkeit mit dem Schülerticket entfällt, bleibt die lokale Anbindung in unseren Stadtteilen über unsere Linien vollumfänglich und zu fairen Konditionen gesichert.“

Beide Vereine weisen darauf hin, dass die Mitnahmebedingungen trotz der Ticket-Umstellung ansonsten unverändert bleiben. Fahrgäste werden gebeten, beim Einstieg ihr jeweiliges Ticket bereitzuhalten.

Über die Bürgerbus-Vereine

Der Bürgerbus Langenberg und der Bürgerbus Neviges sichern seit vielen Jahren mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern die Nahmobilität in ihren jeweiligen Stadtteilen. Unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ verbinden sie Wohngebiete, die vom klassischen Linienverkehr nicht abgedeckt werden, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe vor Ort.