Im Kirchenkreis Niederberg sind die Presbyterien der Gemeinden neu gewählt worden. Grafik: Kirchenkreis Niederberg
Im Kirchenkreis Niederberg sind die Presbyterien der Gemeinden neu gewählt worden. Grafik: Kirchenkreis Niederberg

Velbert/Niederberg. Mehr als hundert Presbyter sind am Sonntag, 1. März, in der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis Niederberg neu gewählt worden.

Am Sonntag wurde im Kirchenkreis Niederberg in zwei verschiedenen Arten abgestimmt: In fünf Gemeinden wurde per Briefwahl und Wahlurne nach dem Gottesdienst gewählt. In drei von diesen Gemeinden war die Zahl der Kandidaten geringer, als die Zahl der zu besetzenden Presbyterstellen. Dort gelten die Kandidaten sofort als gewählt. In den beiden Gemeinden, die nach dem herkömmlichen Presbyter-Wahl-Gesetz gewählt haben, sind in Velbert-Dalbecksbaum 190 / 4,4 % Wählerinnen und Wähler zur Wahlurne geschritten und auf dem Dönberg 348 / 16,1 %.

In den anderen fünf Gemeinden, wurde mit Genehmigung der Evangelischen Kirche im Rheinland ein neues Modell der Wahl erprobt. Dort wurde in einer Gemeindeversammlung im Anschluss an den Gottesdienst per Hand abgestimmt. Leider gab es in keiner dieser Gemeinden mehr Kandidaten als Presbyterstellen. Deswegen wurden die Kandidaten dort im Block von der Gemeindeversammlung legitimiert.
Die durchschnittliche Wahlbeteiligung in allen Gemeinden insgesamt liegt bei 3,1 % im Modellversuch bei ca. 2% (mit Tönisheide bei 3,3 %).

In allen Gemeinden zusammen waren 120 Presbyterstellen zu besetzen. Da es in manchen Gemeinden nicht genügend Kandidaten gab, wurden 106 Stellen besetzt, davon 50 von Frauen und 56 von Männern. Es gibt 30 Personen, die ganz neu ins Presbyteramt gewählt wurden und damit auch neue Perspektiven in die Arbeit der Presbyterien bringen. Neun Stellen sind von sog. Mitarbeiterpresbytern besetzt.

In den nächsten Tagen und Wochen konstituieren sich die neuen Presbyterien, verteilen Aufgaben, wählen Ausschüsse aus und delegieren PresbyterInnen zur Mitarbeit in der Kreissynode und anderswo. So wird die Gemeindearbeit von den Gemeindegliedern selbst gestaltet.

Zur Wahl in Neviges teilt Jörg Sindt für die Ev.-ref. Kirchengemeinde Neviges mit: In Neviges waren 3535 Wahlberechtigte aufgerufen. Dem Aufruf folgten 66 Wählende. Das entspricht 1,86 % Wahlbeteiligung. Da es im Vorfeld zur Wahl für die Besetzung der 10 Stellen nur 10 Bewerber gab, erfolgte die Wahl in einer Blockwahl. Gewählt wurden Meike Biewald, René Görtz, Ingeborg Grosche, Christiane Helmes, Sebastian Hennlich, Uwe Mendorf, Gabriele Nettelbeck, Dietgard Reith, Jörg Sindt und Tobias Wegschaider.

Die Presbyter bilden zusammen das Leitungsorgan der Evangelischen Kirchengemeinden. Im Presbyterium werden sämtliche Angelegenheiten beraten; da kommen z.B. Bau- und Finanzangelegenheiten ebenso vor wie die Ökumene und Partnerschaften in alle Welt und ggf. sogar die Wahl einer neuen Pfarrerin oder Pfarrers, wenn der alte Pfarrer weggeht. Das Presbyterium entscheidet und berät also an vielen Stellen und bietet den ehrenamtlichen Presbytern ein interessantes Feld, in dem sie ihre Kompetenzen einbringen können.