Integrationsberaterin Nino Schole und Ihla-Vorstandsassistentin Susa Dimou stehen im Forum als Ansprechpartnerinnen des Vereins für Integrationshilfe zur Verfügung. Foto: Mathias Kehren
Integrationsberaterin Nino Schole und Ihla-Vorstandsassistentin Susa Dimou stehen im Forum als Ansprechpartnerinnen des Vereins für Integrationshilfe zur Verfügung. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Im Forum Velbert steht am Samstag, 28. Oktober, ab 11 Uhr eine große Rucksack-Packaktion an, die für Kinder in Heimen in der Ukraine gedacht sind. Die Aktion soll möglichst international sein und auch eine Chance bieten, sich einzubringen und Kontakte zu knüpfen.

Im Forum Velbert ist die Integrationshilfe Langenberg, kurz IHLA, seit Eröffnung eine feste Instanz: Dienstags von 11 bis 13 Uhr und freitags von 15 bis 17 Uhr stehen hier Ansprechpartner für Geflüchtete und Menschen, die Orientierung und Kontakt in Deutschland suchen, zur Verfügung.

Bei der Hilfe geht es nicht mehr in erster Linie darum, Menschen mit dem existentiell Notwendigsten zu versorgen. Vielmehr will das IHLA-Team hier Menschen zusammenbringen, die Interessen teilen und etwas gemeinsam schaffen oder erleben wollen. „Es geht jetzt darum, sich als Mensch zu begegnen und Gleichgesinnte zu treffen“, bringt Susa Dimou, Assistentin des Vorstands,  es auf den Punkt. Das verbindende Element – geflüchtet zu sein – soll also nicht mehr im Vordergrund stehen.

„Wenn ich mit anderen gemeinsam Nähen möchte oder ein gemeinsames Frühstück organisieren möchte, kann ich das hier einbringen. Ich kann selbst aktiv werden und das kommunizieren, damit es am Ende klappt“, nennt sie ein Beispiel. Viele hätten über eine lange Zeit erfahren und ein Stück weit verinnerlicht, dass ihnen immer nur gegeben werden musste. „Jetzt geht es einfach auch darum, wieder selbst etwas zu bewegen und damit sich selbst und anderen zu helfen“, so Dimou.

Ein Projekt, das auf Mithilfe angewiesen ist und nun anläuft, ist die Rucksack-Packaktion am Samstag, 28. Oktober, ab 11 Uhr (bis etwa 15 Uhr) im Foyer des Forum Velbert. „Die Aktion wird als internationale und integrative Gemeinschaftsaktion durchgeführt“, erklärt Susa Dimou. Jeder kann mitmachen. Und es geht auch nicht um Spenden. „Das Material haben wir komplett hier, die Menschen sind eingeladen zu kommen, um gemeinsam die Täschchen für Kinder, die ohne Eltern im Kriegsgebiet leben, zu packen“, erklärt sie.  „Wenn Zeit ist und Interesse besteht, kann auch durch eine vor Ort selbstgestaltete Karte den Geschenken etwas Persönliches beigefügt werden.“

Am Ende sollen etwa 300 Rucksäcke für Kinder in Kinderheimen gepackt sein. Das Material dafür hat die IHLA mit Hilfe vieler kleinerer und größerer Spenden besorgt. Nach der Packaktion möchte Markus Messerschmidt die Spendenrucksäcke persönlich in die Ukraine bringen. Er ist selbst IHLA-Mitglied, hält Kontakte in das Land, wo seit mehr als eineinhalb Jahren Krieg herrscht, und weiß, was dort wo gebraucht wird.