Velbert. Bei der Weltmeisterschaften in Aachen fand auch die Schulpferde-Challenge statt. Die erst neunjährige Anna und ihr Pony Maximus (19) überzeugten die Jury mit ihrem Auftritt und sicherten sich den ersten Platz in diesem Wettbewerb.
Mit einem speziellen Programm sollen die Schulpferde und ihre wichtige Rolle im Pferdesport stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Den Reiterinnen und Reitern helfen sie täglich, ihre Leistungen zu verbessern. Ohne Schulpferde kein Spitzensport, lässt es sich auf eine einfach Formel bringen, denn fast jeder Reiter hat seine ersten Erfahrungen auf einem Schulpferd gesammelt.
Die Familien-Reitschule Britta Berse aus Velbert, ging bei diesem besonderen Wettbewerb an den Start – und schrieb dabei ihre ganz eigene Erfolgsgeschichte. Das 19-jährige Shetlandpony Maximus trat gemeinsam mit seiner erst neunjährigen Reiterin Anna an. Als Teil des Turnierteams der Velberter Familien-Reitschule zeigten sie eindrucksvoll, was in ihnen steckt.
Maximus ist kein gewöhnliches Schulpony. „Mit ihm ist Longenunterricht genauso möglich wie Ausritte, Bodenarbeit, Springunterricht und die Teilnahme an Turnieren“, so Britta Berse stolz. Er begleite Reiterinnen und Reiter in den unterschiedlichsten Bereichen und zeige damit jeden Tag, wie vielseitig und wertvoll ein Schulpferd sein kann.
Und genau dieses Können stellten Maximus und Anna nun auch auf der ganz großen Bühne unter Beweis: Bei der Schulpferde-Challenge lieferten die beiden die bei Weitem beste Runde ab und wurden mit der herausragenden Wertnote von 9,5 belohnt. Maximus und Anna waren damit das erfolgreichste Paar der gesamten Challenge.
Auch für die Familien-Reitschule ist dieser Erfolg etwas ganz Besonderes. Denn hinter diesem Ergebnis steckt nicht nur eine tolle Turnierrunde, sondern vor allem die tägliche Arbeit mit den Schulpferden. „Sie sind Lehrmeister, Partner, Sportler, Tröster, Motivatoren und für viele Kinder der erste Kontakt zu Pferden überhaupt“, so Berse.
Die 45 Lehrpferde der Reitschule verbringen 365 Tage draußen auf großen Weiden &und Paddocks, erhalten regelmäßige Physiobehandlungen und werden bewusst im Reitunterricht eingesetzt. „So schaffen wir die Grundlage dafür, dass sie körperlich fit, mental ausgeglichen und motiviert bleiben – um ihre Freude an der Arbeit auch im Turniersport zeigen können“, erklärt Berse.
Das Team der Familien-Reitschule ist unglaublich stolz auf die Leistung von Anna und Maximus. Mit der gewonnen Prüfung vor großem Publikum sei die Bedeutung der Schulpferde für den gesamten Pferdesport eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden. Und vielleicht wurde bei dem ein oder anderen die Erinnerung daran geweckt, wie viele große Reiterkarrieren einst begannen: auf dem Rücken eines Schulpferdes.



