Der Zentrale Busbahnhof ist der Knotenpunkt für Velberts Linienbusverkehr. Foto: Mathias Kehren

Velbert/Heiligenhaus/Wuppertal. Pendler in der Region müssen sich am morgigen Dienstag auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Der ganztägige Warnstreik bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) legt nicht nur den Verkehr im Wuppertaler Stadtgebiet lahm, sondern betrifft auch die direkten Nachbarstädte wie Velbert und Wülfrath.


Wie die WSW mobil GmbH mitteilt, hat die Gewerkschaft Ver.di die Beschäftigten für Dienstag, 10. März, zu einem Arbeitskampf aufgerufen. Die Streikmaßnahmen beginnen mit Betriebsstart (ca. 3 Uhr) und enden erst in der Nacht zum Mittwoch.

Der Warnstreik am 10. März trifft Fahrgäste in Velbert und Heiligenhaus, da gleich mehrere große Verkehrsunternehmen gleichzeitig zum Arbeitskampf aufgerufen sind. Neben den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) beteiligen sich nach aktuellen Informationen auch die Beschäftigten der Rheinbahn am Streik, was den gewohnten Busverkehr in der Region stark beeinträchtigt.

Da die WSW sämtliche Fahrten ihrer Linien einstellen, fallen in Velbert und Wülfrath vor allem die Verbindungen aus und nach Wuppertal ersatzlos weg. Betroffen sind hier insbesondere die Linien 622, 647 und 649.

Da auch die Rheinbahn im Kreis Mettmann bestreikt wird, fallen wichtige Linien wie die 770 und 771 zwischen Velbert und Heiligenhaus sowie die Verbindung 746 nach Mettmann voraussichtlich komplett aus. Auch die Linie SB19 Richtung Essen wird durch den Ausstand bei der Rheinbahn massiv eingeschränkt sein oder gar nicht verkehren.

Eine gewisse Resthoffnung besteht bei Linien, die vom Busverkehr Rheinland (BVR) oder anderen privaten Subunternehmen betrieben werden. Hierzu zählen beispielsweise die Linien SB66, 626 und 641. Da diese Unternehmen nicht direkt vom ver.di-Streikaufruf bei den kommunalen Betrieben betroffen sind, könnten vereinzelte Fahrten stattfinden.

Allerdings warnen die WSW bereits davor, dass es auch hier zu kurzfristigen Ausfällen kommen kann, falls Anschlüsse fehlen oder sich privates Personal solidarisiert. Fahrgästen wird dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über die digitalen Fahrplanauskünfte zu informieren.

Eine Möglichkeit, trotz Streik mit dem ÖPNV voranzukommen ist die S-Bahn-Linie S9, die zwischen Wuppertal-Vohwinkel, Velbert-Langenberg, Velbert-Neviges und Essen Hbf  verkehrt. Der Schienenverkehr der Deutschen Bahn und anderer privater Eisenbahnunternehmen wird nicht bestreikt.