Frische Brötchen sind für viele auch an Sonntagen ein Muss. Foto: Pixabay

Velbert. Bei Rewe an der Kamperstraße gibt es sonntags keine frischen Brötchen und andere Backwaren mehr. Super Tipp-Leser Thorsten Frerick vermisst seitdem „ein Stück Lebensqualität“ im Stadtteil und hat sich in einem Leserbrief an unsere Redaktion gewandt.


„Mit großem Bedauern müssen die Anwohner in Langenberg feststellen, dass der Sonntagmorgen an Lebensqualität verloren hat“, stellt Frerick fest. Was den Super Tipp-Leser betrübt, ist der Umstand, dass der Rewe-Markt an der Kamperstraße – genauer die dortige Bäckerei – nicht mehr an Sonntagen öffnet und frische Backwaren anbietet. „Die Hintergründe machen fassungslos“, so Frerick. So sei der gewohnte Zugang sonntags versperrt und es werde auf einen Weg durch das Lager verwiesen, der aber wiederum gar nicht erwünscht sei, so Frerick.

Hintergrund ist offenbar ein technisches Hindernis, das erst durch den kürzlich erfolgten Umbau entstanden ist. Frerick erklärt: „Die Mitarbeiter können nicht mehr wie gewohnt durch den Haupteingang eintreten. Dort befindet sich zwar eine Schließanlage, diese wurde jedoch beim Umbau nicht so konfiguriert, dass die Türen am Vordereingang darüber bedient werden können.“

Die Rewe-Zentrale bestätigte auf Super Tipp-Anfrage, dass beim Umbau eine neue automatische Türanlagen installiert worden ist. Weiter heißt es: „Eine bauliche Alternative für einen separaten Kundenzugang steht an diesem Standort leider nicht zur Verfügung.“ Laut Rewe geht es auch um „sicherheitsrelevante Aspekte“ auf die man aber nicht näher eingehen möchte.

„Eine Änderung dieser baulichen Situation ist nicht vorgesehen“, informiert Rewe weiter. Dies sei technisch nicht umsetzbar. „Eine Wiederaufnahme des Sonntagsverkaufs ist somit nicht möglich“, heißt es. Abschließend verweist Rewe auf das Angebot „alternativer Bäckereien und Verkaufsstellen“, die auch sonntags die Versorgung mit frischen Backwaren sicherstellten.

Super Tipp-Leser Frerick ärgert sich über diese Haltung: Er sieht gerade die ältere Generation im Stich gelassen, die noch „Wert auf Qualität und persönlichen Kontakt beim Handwerksbäcker“ lege. „Ein lokaler Nahversorger sollte Dienstleister für das Quartier sein, statt bewährte Strukturen ohne Not zu zerschlagen“, schließt Frerick.