
Velbert. Wie viel hält ein Mensch aus, wenn das Fundament der Kindheit weg bricht? Der Nevigeser Andreas Dahl gibt in seiner neu erschienenen Autobiografie „Mein Leben am Rande des Wahnsinns“ die Antwort.
Der Nevigeser Andreas Dahl ist Autor des Werks, dessen Hintergründe und Details er nun selbst der Öffentlichkeit vorstellt. Darin gewährt er einen erschütternd ehrlichen Einblick in eine Jugend, die von Verlust und Orientierungslosigkeit geprägt war.
Dahls Erzählung, die tief in seiner Herkunft verwurzelt ist, beginnt mit einem einschneidenden Schicksalsschlag: Dem plötzlichen Tod seines Vaters. Die Lücke, die dieser Verlust hinterlässt, zieht sich fortan wie ein roter Faden durch sein Leben. Der Autor beschreibt die Jahre zwischen einem cholerischen Stiefvater, familiären Spannungen und einem kriminellen Bruder. Stationen in Internaten, der Kirche und dem Jugendamt prägten den jungen Velberter zwar, boten aber selten den Rückhalt, den ein Kind benötigt.
Widerstandskraft und rauer Charme
Trotz der schweren Erlebnisse ist das Buch kein reines Protokoll des Leids. Mit einer direkten Sprache und einer überraschenden Portion Selbstironie schildert Dahl, wie er sich immer wieder aufrichtete. Momente der ersten Liebe, sportlicher Ehrgeiz und echte Freundschaften blitzen zwischen den dunklen Kapiteln auf.
„Mein Leben am Rande des Wahnsinns“ ist das Porträt eines Mannes, der heute rückblickend versteht, warum sein Weg so verlaufen musste – ein berührendes Plädoyer für die menschliche Widerstandskraft, geschrieben von einem Kind dieser Stadt.
Buchdaten: Andreas Dahl: “Mein Leben am Rande des Wahnsinns”, ISBN: 978-3-96229-563-9 (18,95 Euro), erschienen im Romeon Verlag: www.romeon-verlag.de.

