(v.l.) Heiko Dietrich, Betriebsleiter Wasserwelt sowie Doro Dietrich, Sonja Hammelmann, Gerd Höhndorf, Simone Bentz, Uwe Bentz vor ihrem Rekord-Puzzle in der Wülfrather Wasserwelt. Foto: Doro Dietrich

Wülfrath. Seit letzter Woche hängt eines der größten Puzzle der Welt in Wülfrath. Das Kunstwerk wurde aus 40.320 Teilen zusammengesetzt und ist nun in der Kassenzone der Wasserwelt zu bewundern.

Die Initiatorin Doro Dietrich teilt die Entstehungsgeschichte: „Anfang 2020 suchte ich nach einer neuen Herausforderung und stolperte über dieses wundervolle Motiv, das ich erwarb. Doch die Lockdowns während der Pandemie ließen nur begrenzte Zeit für mein zeitaufwendiges Hobby übrig, neben Arbeit, Homeschooling und der Kinderbetreuung.“ Gemeinsam mit ihrem Mann schafften sie es schließlich, ein Motiv zu puzzeln – Schneewittchen und die sieben Zwerge.

Eine andere Erfahrung machte die Familie Bentz. Mit ihren erwachsenen Kindern hatten sie plötzlich viel gemeinsame Zeit und erfuhren von diesem Puzzle-Projekt. Innerhalb von nur zehn Monaten gelang es ihnen, insgesamt sechs Motive fertigzustellen. „Es war eine wundervolle und intensive Zeit, die wir als Familie miteinander verbrachten“, erzählen Simone und Uwe Bentz. Manchmal zog sich das ein oder andere Familienmitglied in ein Zimmer zurück und war stundenlang nicht zu sehen. Diese Begeisterung steckte schließlich ihre gute Freundin Sonja Hammelmann an, die in noch kürzerer Zeit die verbleibenden drei Motive puzzelte. Dabei wandte sie eine besondere Technik an. In einer Nische der Dachschräge konnte sie aus Platzmangel keine herkömmliche Sortierung vornehmen und puzzelte die Motive schließlich von oben nach unten, Reihe für Reihe.

Nachdem alle Puzzle fertiggestellt waren, stellte sich die Frage, wohin mit dem beeindruckenden Werk, das mit seinen 6,80 Metern in der Länge und 1,92 Metern in der Höhe nicht an jede Wand passt. Verschiedene Optionen wurden geprüft, bis die Idee aufkam, es an einem Ort aufzuhängen, der von vielen Bürgern und insbesondere von Kindern besucht wird – der Wasserwelt. Das Team der Wasserwelt und das Sportamt begrüßten die Idee. Nach Klärung der erforderlichen Brandschutzmaßnahmen wurde das Puzzledurch das Personal und mit Unterstützung des ehemaligen Betriebsleiters Gerd Höhndorf aufgehängt und kann nun von allen Besuchern bestaunt werden.

Die ersten Gäste haben das Puzzle bereits bewundert und waren begeistert. „Wahnsinn, so ein großes Puzzle und so schöne Motive“ und „eine tolle Bereicherung“, hieß es.

„Es freut mich sehr, dass mein Puzzle-Projekt jetzt einen schönen Ort gefunden hat und Funkeln in kleine und große Augen bringt. Ich bedanke mich sehr bei allen, die bei dem Projekt dabei waren!“, sagt Doro Dietrich sichtlich stolz.