Ratingen | Mehr als 170 Gäste, Ehrungen und Persönliches, gute Gespräche, Musik – und am Ende ein positives Resümee über Erreichtes mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft: Die Jahresabschlussfeier des Sozialverbands VdK Ratingen in der Stadthalle zeigte, warum ein starker Zusammenhalt gerade in sozialen Fragen so wichtig ist. Nicht nur
wer am 12. Dezember 2025 den Suitbertussaal der Stadthalle Ratingen betrat, spürte sofort: Das ist mehr als ein Termin im Kalender. Die traditionelle Jahresabschlussfeier des Sozialverbands VdK Ratingen – inzwischen bereits zum 17. Mal – brachte Menschen zusammen, die ein gemeinsames Anliegen teilen: sich gegenseitig stützen, informiert bleiben und dort eine Stimme haben, wo soziale Sicherheit im Alltag oft auf dem Spiel steht.
Eröffnet wurde der Nachmittag mit einem festlichen musikalischen Auftakt, bevor bekannte Weihnachtslieder gemeinsam angestimmt wurden. Nach einer Pause sorgte eine Trommelgruppe für Schwung und spürbare Lebensfreude im Saal. Besonders aufmerksam verfolgten viele Gäste die Ehrungen: Anwesende Jubilare wurden gewürdigt – ein Moment, der zeigte, wie sehr Kontinuität und Verlässlichkeit im VdK gelebt werden. Unter den Ehrengästen waren auch der 1. Bürgermeister Patrick Anders sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt und Land.
Zum Schluss wurde es noch einmal persönlich: Kevin Riexinger, neu gewähltes Mitglied des Stadtrats für die SPD, setzte sich an den Flügel und gab eine musikalische Einlage auf der Bühne. Diese ruhigen, konzentrierten Minuten passten zur Stimmung des Nachmittags: respektvoll, zugewandt, ohne große Inszenierung – dafür mit echter Nähe.
Im Anschluss zog Yvonne Jost, Vorsitzende des VdK Ratingen, ein rundum positives Fazit: Die vielen Besucherinnen und Besucher seien ein starkes Signal. Es zeige, dass die Arbeit des VdK in Ratingen hoch geschätzt werde – und dass sie bei den Mitgliedern ankomme. Dieses Gefühl deckt sich mit dem, was der Verband insgesamt ausmacht: Der VdK versteht sich als größte sozialpolitische Interessenvertretung seiner Art in Deutschland und setzt sich unter anderem für gerechte Renten, gute Pflege, bezahlbare Gesundheitsversorgung sowie Teilhabe und Barrierefreiheit ein.
Was häufig unterschätzt wird: Neben der Gemeinschaft vor Ort steht beim VdK auch die sozialrechtliche Beratung im Mittelpunkt. In Nordrhein-Westfalen – mit mehr als 425.000 Mitgliedern – können Mitglieder sich in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten lassen; für Ratingen ist hierfür die Anbindung über den Kreisverband Mettmann wichtig, die Sprechzeiten werden nach Vereinbarung eingerichtet.
Dass der VdK vor Ort nicht nur feiert, sondern auch Haltung zeigt, belegt eine aktuelle Ratinger Veröffentlichung aus dem Herbst: In einer Stellungnahme zur geplanten Schließung der Notfallpraxis in Ratingen macht der Ortsverband deutlich, welche Folgen längere Wege und brüchige Versorgung gerade für ältere, gesundheitlich eingeschränkte oder schwerbehinderte Menschen haben können. Der OV verweist dabei auf seine starke Basis von rund 1.200 Mitgliedern in Ratingen.
Auch sonst ist der VdK Ratingen aktiv: So wurde Anfang Dezember ein gemeinsamer Ausflug zum Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode organisiert – mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Wege und Zugänge barrierearm gestaltet waren, sodass auch Menschen mit Rollstuhl oder Rollator teilnehmen konnten.
Am Ende dieses Nachmittags blieb vor allem eines hängen: Der VdK ist dort stark, wo Menschen einander nicht aus dem Blick verlieren. Mit kleinen Aufmerksamkeiten, mit persönlicher Ansprache – und mit dem Anspruch, soziale Themen nicht abstrakt zu behandeln, sondern konkret im Leben der Betroffenen. Oder, wie es nach der Veranstaltung im Saal spürbar war: Gemeinschaft ist kein Luxus. Sie ist eine Form von Sicherheit.
Mitglieder und Gäste des VdK kommen immer wieder gerne zusammen, um gemeinsam auf das zurückzublicken – und um das zu pflegen, was den VdK in Ratingen besonders auszeichnet: Nähe, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung.

