
Ratingen. Seit dem 14. Dezember ist die Linie S6 zwischen dem Essener und Düsseldorfer Hauptbahnhof wieder offiziell in Betrieb. Dennoch häufen sich die Klagen über regelmäßige Ausfälle und zahlreiche Verspätungen. Wie ein Bahnsprecher nun mitteilt, ist auch die deutsche Bahn mit der Betriebsqualität nach Wiederaufnahme nicht zufrieden und bittet Kunden und Kundinnen um Entschuldigung.
Die Ursachen für den derzeitig unzuverlässigen Betrieb der S6 seien dabei vielfältig. Einige Störungen sollen mit dem Alter der Stellwerke an der Strecke zusammenhängen, die überwiegend aus den 60er Jahren stammen. Wie ein Bahnsprecher näher ausführt, konnte eine zu Beginn aufgetretene Kabelstörung zwischenzeitlich durch die Umschaltung auf ein neu verlegtes Kabel beseitigt werden. Dennoch sei es daraufhin noch zu mehreren Relais-, Signal- und Bahnübergangsstörungen gekommen, die unter anderem auch durch die kalten Temperaturen der letzten Wochen ausgelöst worden waren.
Besonders am 14. Januar und 15. Januar sahen sich die vielen Pendler zwischen Düsseldorf und Essen mit hohen Verspätungen und zahlreichen Ausfällen konfrontiert. Ursache sei innerhalb dieses Zeitraums unter anderem ein Stellwerksaufall in Düsseldorf-Rath gewesen, der von 16 bis 21 Uhr andauerte. Aufgrund der teilweisen Eingleisigkeit der Strecke zwischen der Haltestelle Ratingen-Hösel und Essen Hbf schaukelten sich die Störungen daraufhin immer wieder hoch.
Um künftige Störungen aufgrund des Alters der Stellwerke zu vermeiden, soll bis Ende 2027 ein neues Stellwerk in Betrieb genommen werden. Diese geplante Anbindung an das neue elektronische Stellwerk wird jedoch voraussichtlich mit erneuten Streckensperrungen einhergehen. Ein Aufatmen können sich die Pendler vor diesem Hintergrund nicht gestatten.
