
Velbert. Am 1. Mai verwandelten sich die Innenstadt von Neviges und das Gelände von Schloss Hardenberg erneut in einen wahren Besuchermagneten. Während die große Trödelmeile Schnäppchenjäger in die Altstadt lockte, zog das Kinderfest des Stadtjugendrings am Schloss tausende Besucher an.
Gegen Mittag herrschte auf dem neu hergerichteten Dom-Parkplatz reger Betrieb. Ausgestattet mit Laufkarten stürmten Kinder und ihre Eltern von Spielstation zu Spielstation. Am Stand der Landjugend ließ sich eine Holzkuh geduldig melken, daneben wurden glitzernde Tattoos auf Armen und Gesichtern platziert, und vor dem THW-Stand bildete sich eine lange Schlange an der Zuckerwatte-Ausgabe.
Obwohl es an jedem der Stände voll war, wirkte das Gelände nicht so überfüllt wie in manchen Vorjahren. Tatsächlich verlieh der Parkplatz als neuer Veranstaltungsort dem Fest eine gewisse Struktur. „Insgesamt erweist sich der Platz als besser als gedacht“, resümierte Raphael Graeshacke, Vorsitzender des Stadtjugendrings. Man habe ja schon weit im Vorfeld gewusst, dass die große Wiese in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen würde. Entsprechend gut sei man vorbereitet gewesen.
Das Vorstandsteam war sich einig: Logistisch war der Aufbau auf dem asphaltierten Parkplatz, der ab 9 Uhr morgens reibungslos verlief, deutlich einfacher. Insgesamt waren alle 24 Vereine vertreten und boten den Kindern 19 Spielstationen an. Rund 200 Ehrenamtliche kümmerten sich um die Betreuung sowie den Auf- und Abbau.
Nächstes Jahr wieder auf Wiese
Trotz der logistischen Vorzüge des Parkplatzes, sei habe das fest aus Wiese aber einfach ein “besonders Flair”, so Graeshake. Und auch der natürliche Fallschutz spreche für das Grün am Schloss. Umso erfreuter zeigten sich die Organisatoren über die Zusage von Bürgermeister Dirk Lukrafka bei seiner Eröffnungsansprache, dass im nächsten Jahr die Wiese wieder genutzt werden kann.
Für Bewegung sorgten unter anderem ein Kletterberg, eine Riesenrutsche, etliche Hüpfburgen und ein Lebendkicker. Die Verpflegungsstände waren derweil in der Vorburg untergebracht. Die Einnahmen aus dem Verkauf der rund 1.000 Stempelkarten, nutzt der Stadtjugendring zur Kostendeckung des Festes.
Trödelspaß in der Altstadt
Nur fünf Gehminuten vom Dom-Parkplatz entfernt schlängelte sich die traditionelle Trödelmeile vom Busbahnhof durch die Innenstadt bis zur Sparkasse. Auch hier tummelten sich die Besucherscharen. Während es gegen 11 Uhr bereits richtig voll war, präsentierte sich die Meile um 14 Uhr zwar gut besucht, aber entspannt.
Unter den Trödlern fand sich auch Ute Meulenkamp, die mit zwei Tischen vor Ort war. Für sie steht nicht der Verkauf, sondern das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund: „Dabei sein ist alles, ich möchte vor allem Leute treffen.“ Ähnlich sahen es Tanja Wahlrecht und Regina Doil ein paar Meter weiter. „Es macht jedes Jahr riesigen Spaß“, berichtete Wahlrecht, auch wenn der Verkauf in diesem Jahr eher schleppend verlief. Die meisten Besucher seien eher zum Bummeln gekommen. Die gute Laune ließen sich die passionierten Trödlerinnen jedoch nicht nehmen und strahlten bei den Verkaufsgesprächen mit der Sonne um die Wette.
Meteorologischer Volltreffer
Das Wetter spielte den Veranstaltern perfekt in die Karten: Bei sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad genossen die Besucher den Tag im Freien. Besonders die Eisdielen in der Innenstadt verzeichneten den ersten umsatzstarken Tag des Jahres.

