Gerade bei Teenagern sind die schwach motorisierten Mopeds verbreitet. Foto: Pixabay

Mettmann. Dirk Wedel, Landtagsabgeordneter der FDP, fordert die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit für Kleinkrafträder auf 60 km/h. Das soll „Mehr Sicherheit und Mobilität“ bringen, heißt es von der liberalen Landtagsfraktion. Junge Verkehrsteilnehmer ab 15 Jahren könnten damit unterwegs sein.


Der Mettmanner FDP-Landtagsabgeordnete Dirk Wedel und die FDP-Landtagsfraktion NRW setzen sich für eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Kleinkrafträdern und Leichtkraftfahrzeugen von derzeit 45 km/h auf 60 km/h ein.

“Die aktuelle Begrenzung führt zu erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden und begünstigt riskante Überholmanöver”, heißt es von der FDP zur Begründung. Der Antrag „Für mehr Verkehrssicherheit und leichteren Zugang zu Mobilität – Höchstgeschwindigkeit von Kleinkrafträdern und Leichtkraftfahrzeugen auf 60 km/h anheben“ soll diese Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr reduzieren und insbesondere jungen Menschen im städtischen wie im ländlichen Raum bessere Mobilitätschancen eröffnen.

Dazu erklärt Dirk Wedel, FDP-Landtagsabgeordneter aus Mettmann: „Die aktuelle Begrenzung auf 45 km/h ist nicht mehr zeitgemäß und kann im Gegenteil sogar gefährliche Situationen auf der Straße verursachen. Wer deutlich langsamer unterwegs ist als der übrige Verkehr, wird häufiger überholt – oft unter riskanten Bedingungen. Das ist auch bei uns im Kreis Mettmann zu beobachten. Mit einer Anhebung auf 60 km/h können Kleinkrafträder deutlich gleichmäßiger im Verkehrsfluss mithalten. Das erhöht die Sicherheit.

Alte DDR-Mopeds dürfen 60 fahren

Es ist nicht nachvollziehbar, warum moderne, sicherere Roller langsamer fahren dürfen als alte DDR-Mopeds derselben Fahrzeugklasse, die 60 km/h fahren dürfen. Gleichzeitig stärken wir die individuelle Mobilität – insbesondere für junge Menschen im Kreis Mettmann. Kleinkrafträder sind für viele der erste Schritt in die eigenständige Fortbewegung, sei es auf dem Weg zur Schule, zur Ausbildung oder zur Arbeit. Wir Freie Demokraten wollen diesen Zugang erleichtern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Regelungen auf Bundes- und EU-Ebene entsprechend anzupassen, nationale Spielräume zu nutzen und Modellprojekte zur wissenschaftlichen Bewertung zu ermöglichen.“

Führerscheinklasse AM

Mit der Führerscheinklasse AM dürfen aktuell nur Kleinkrafträder, das heißt Motorroller, Mopeds, Mofas, Mokicks und Scooter, dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge („Microcars“) mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gefahren werden. Der Führerschein der Klasse AM kann bereits mit 15 Jahren und vergleichsweise günstig erworben werden. Damit eröffnen Fahrzeuge dieser Klasse jungen Menschen frühestmöglich individuelle Mobilität.