
Velbert. Bei der Ratssitzung hat der Rat der Stadt einstimmig der Beschlussvorlage der Verwaltung zugestimmt, am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten-Schwimmbäder“ (SKS-Schwimmbäder) teilzunehmen. Mit Hilfe der Mittel aus dem Bundesprogramm soll nun die aus den siebziger Jahren stammende Schwimmhalle des Panoramabads energetisch saniert und baulich ertüchtigt werden. Die Verwaltung rechnet nach einer ersten Schätzung mit Kosten von rund 2,6 Millionen Euro für die Sanierung.
Der Fördertopf des Bundes „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist mit rund 250 Millionen Euro gefüllt. Davon hofft die Stadt Velbert einen Teil abzubekommen. Trotz leerer Haushaltskasse soll so das Hallenbad in Neviges energetisch saniert und mit neuer Technik ausgestattet werden.
Wie aus der entsprechenden Beschlussvorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, weist das in den siebziger Jahren errichtete Bad erhebliche bauliche, energetische und technische Defizite auf. Eine umfassende Modernisierung ist laut Verwaltung notwendig, um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen und zeitgemäße Angebote für Schulen, Vereine, Familien sowie Reha- und Gesundheitsgruppen zu gewährleisten.
Das Projekt umfasst die energetische und technische Sanierung: Geplant sind eine Erneuerung der Pumpentechnik, eine optimierte Gebäudehülle, eine Photovoltaikanlage sowie eine hochgedämmte Dachkonstruktion, um den Primärenergiebedarf um bis zu 40 Prozent zu senken.
Da sich Velbert in einer Haushaltsnotlage befindet, könnte die Bundesförderung bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben abdecken. Bei einem veranschlagten Gesamtaufwand von rund 2.635.000 Euro müsste die Stadt somit einen Eigenanteil von 25 Prozent – circa 658.750 Euro – aufbringen.
Nach dem Ratsbeschluss, der bis auf vier Enthaltungen einstimmig ausfiel, geht die Projektskizze nun an das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Frist dort ist knapp bemessen: Vom Rat beschlossen Projekte müssen bis zum 3. Juli 2026 eingereicht werden.
Die Auswahl der Projekte wird durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erfolgen. Nach einer erfolgreichen Bewilligung könnte die Umsetzung der Sanierung des Hallenbads in Neviges im Zeitraum von 2026 bis 2031 erfolgen.

