Wülfrath. Mit einer positiven Bilanz endet für den Künstler Patrick Kosog die Ausstellung „Kunst verbindet Wülfrath und Alsfeld“ im Foyer des Wülfrather Zeittunnels.
Die Ausstellung ging am Sonntag zu Ende und stieß nach seinen Angaben auf eine große überregionale Resonanz. Unter anderem berichtete die WDR-Lokalzeit Bergisches Land in der Rubrik „Tipps und Termine“. Auch in der hessischen Presse wurde über das Projekt berichtet.
Bereits zur Eröffnung hatte der Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule die Ausstellung besucht. „Er war sehr angetan und hat sich auch über die Anwesenheit der beiden stellvertretenden Bürgermeister aus Wülfrath gefreut“, berichtet Kosog.
Besonders in Erinnerung geblieben sind dem Künstler die zahlreichen persönlichen Begegnungen. Immer wieder habe sich gezeigt, dass Menschen aus Alsfeld heute in Wülfrath leben oder umgekehrt Verbindungen in den Kreis Mettmann haben. So berichtete eine Besucherin aus Alsfeld, dass sie vor zwei Jahren nach Düsseldorf gezogen sei. Die Großstadt habe ihr jedoch nicht zugesagt, weshalb sie vor knapp einem halben Jahr nach Wülfrath umgezogen sei. Den Alsfelder Bürgermeister kenne sie persönlich. „Während der Ausstellung habe ich zwischen zehn und zwanzig solcher Verbindungen entdeckt“, sagt Kosog.
Ähnliche Erfahrungen machte der Künstler bereits bei seiner Ausstellung „Das Alsfelder Rathaus in Miniatur“ in Alsfeld. Während des Abbaus sprach ihn dort eine Besucherin auf das Autokennzeichen seines Fahrzeugs an. „Sie erkannte das Kürzel ME und wusste sofort, dass es für den Kreis Mettmann steht. Die Frau stammte ursprünglich aus Ratingen. Auch in Alsfeld habe ich mehrere Menschen getroffen, die aus unserer Region kamen.“
Für Kosog zeigt dies, dass das Ausstellungskonzept aufgegangen ist. „Die Idee, unsere Städte zu verbinden, ist wirklich aufgegangen. Der Zeittunnel hat mir etwas ermöglicht, wofür ich sehr dankbar bin. Künstlerisch habe ich viele Menschen erreicht, die sich wirklich für die Ausstellung interessiert haben.“
Auch für die Zukunft hat der Künstler klare Ziele. „Wir haben eine Brücke zwischen zwei Städten geschlagen. Vielleicht entsteht daraus in den nächsten Jahren eine Art Städtepartnerschaft. Die Menschen aus beiden Städten finden die Idee gut. Es wäre eine Bereicherung, wenn unsere Städte auch durch den Tourismus bekannter würden. Nur gemeinsam sind wir stark.“
Sein Anliegen gehe dabei über die Kunst hinaus. „Als Künstler war es meine Aufgabe, wieder ein Wir-Gefühl zu schaffen. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit müssen wir zusammenhalten und nicht gegeneinander arbeiten. Als Gemeinschaft können wir viel mehr erreichen und unsere Städte wieder voranbringen.“
Bereits der nächste Termin steht fest. Am 8. Mai 2027 beginnt ab 14 Uhr im Foyer des Wülfrather Rathauses die erneute Vereinigung des Gemäldes. „Dann wollen wir weitere Verbindungen zwischen Wülfrath und Alsfeld stärken und neue aufbauen“, kündigt Patrick Kosog an.



