Die Befreiung von eingeklemmten Unfallopfern war eine der Aufgaben. Foto: Feuerwehr

Wülfrath. Den Alltag einer Berufsfeuerwehr einen Tag lang möglichst realistisch erleben: Diese Gelegenheit hatten am Wochenende zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr Wülfrath und vier Angehörige des Jugendrotkreuzes.


Beim traditionellen Berufsfeuerwehrtag bezogen sie am Samstagmorgen die Feuer- und Rettungswache und absolvierten gemeinsam eine 24-Stunden-Schicht mit zahlreichen Übungseinsätzen im Stadtgebiet.

Begleitet wurden die Jugendlichen von 18 Ausbildern und Helfern der Feuerwehr sowie des Deutschen Roten Kreuzes. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der technischen Hilfeleistung. Zu den ersten Einsätzen gehörten ein Vegetationsbrand am Regenrückhaltebecken an der Reinhold-Schneider-Straße, ein Verkehrsunfall mit einem Rollerfahrer sowie die Überprüfung der Löschwasserversorgung am Reitstall Aprath.

Am Nachmittag standen unter anderem die Beseitigung einer Ölspur, ein Erste-Hilfe-Unterricht mit Reanimation und dem Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED), ein eCall-Fehlalarm sowie eine Schachtrettung auf dem Programm. Dabei musste eine bewusstlose Person mithilfe eines Paratech-Dreibeins aus einem Schacht gerettet werden. Außerdem löschten die Jugendlichen einen Kleinbrand.

Den Abschluss bildete eine umfangreiche Übung an der ehemaligen Klinik Aprath. Nach einer simulierten Einsturzgefahr einer Garage musste zunächst ein gefährdeter Bereich gesichert werden. Anschließend wurde ein Fahrzeug mit einer Seilwinde aus der Gefahrenzone gezogen. Zwei eingeklemmte Personen wurden anschließend mit hydraulischem Rettungsgerät befreit. Dabei konnten die Teilnehmer den Umgang mit Schere und Spreizer unter realitätsnahen Bedingungen üben.

Der stellvertretende Stadt-Jugendfeuerwehrwart Kevin Haak, der den Berufsfeuerwehrtag organisiert hatte, und Melanie Engels, Leiterin des Wülfrather Jugendrotkreuzes, zogen eine positive Bilanz. Neben der Vermittlung feuerwehr- und rettungsdiensttechnischer Kenntnisse habe die gemeinsame 24-Stunden-Schicht vor allem Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft gefördert.