
Wülfrath. Gleich zwei neue Fahrzeuge sind jetzt offiziell bei Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Wülfrath in Dienst gestellt worden. Bürgermeister Sebastian Schorn übergab gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten, Torsten Rekindt, die beiden Spezialfahrzeuge.
An der Übergabe nahmen außerdem Amtsleiter Feuerwehr und Rettungsdienst, Florian Gerstacker, der stellvertretende Leiter der Kinderfeuerwehr, Carsten Timme, sowie fünf Mitglieder der Kinderfeuerwehr mit einer Betreuerin teil.
Für die Kinderfeuerwehr steht künftig ein Ford E-Transit Custom Trend zur Verfügung. Das neunsitzige Mannschaftstransportfahrzeug wurde mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und zugleich kostengünstig als sechs Monate altes Vorführfahrzeug angeschafft. Dank der Projektförderung Kinderfeuerwehr des Landes NRW konnte die Beschaffung größtenteils durch Fördergelder finanziert werden. Von den rund 62.000 Euro Anschaffungskosten übernahm das Land 48.000 Euro.
Es ist zudem das erste vollelektrische Fahrzeug im Fuhrpark der Feuerwehr Wülfrath.
Neben den regelmäßigen Gruppenzusammenkünften soll der E-Transit vor allem für Ausflüge, Wanderungen und Informationsbesuche der Kinderfeuerwehr genutzt werden. Das Fahrzeug bietet Platz für neun Personen, verfügt über geeignete Kindersitze und eine geringe Einstiegshöhe. Der 160 kW starke Elektroantrieb ermöglicht eine Reichweite von bis zu 365 Kilometern.
Ebenfalls neu ist das Utility Task Vehicle (UTV) für den Rettungsdienst. Das hochgeländegängige Allradfahrzeug vom Typ ODES Workcross 1000 ABS ist etwas mehr als drei Meter lang und verfügt über eine Bodenfreiheit von 33 Zentimetern. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Selbstbergungswinde, Unterfahrschutz und LED-Arbeitsleuchten. Die Anschaffungskosten für die Stadt liegen bei 45.000 Euro.
Das 68,5 kW starke, dreisitzige Fahrzeug ist mit dem Modul „Transporthilfe Rettungsdienst“ ausgestattet. Dazu gehören eine teilbare Schleifkorbtrage für den Transport von Patienten sowie ein integrierter Sitz für Begleitpersonal, der eine Versorgung während des Transports ermöglicht.
Den ersten Einsatz im Gelände hatte das Fahrzeug bereits vor wenigen Tagen. Eine verletzte Person wurde damit aus einem Waldstück gerettet, das mit einem Rettungstransportwagen oder Großfahrzeug nicht befahrbar gewesen wäre.
Seine besonderen Stärken spielt das UTV überall dort aus, wo herkömmliche Einsatzfahrzeuge an ihre Grenzen kommen. Dank kompakter Bauweise, Allradantrieb und großer Bodenfreiheit kann es auch steile Hänge, dichte Wälder oder schmale und unbefestigte Wege erreichen. Verletzte können damit schnell und sicher aus schwer zugänglichem Gelände bis zur nächsten erreichbaren Straße, zu einem Rettungswagen oder zu einem geeigneten Übergabepunkt für den Transport per Hubschrauber gebracht werden.
Mit den beiden Fahrzeugen wird die Ausstattung in Wülfrath sowohl im Bereich der Kinderfeuerwehr als auch im Rettungsdienst gezielt erweitert.


