Am Stand von Obst- und Gemüse ten Eicken herrschte beim Herbstmarkt im Museum Abtsküche Hochbetrieb. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. In Scharen strömten am Wochenende die Menschen zu den Museen in der Abtsküche, wo der traditionelle Herbst- und Bauernmarkt mit vielfältigen Angeboten und einem bunten Programm lockte.


Die Abtsküche erlebte am vergangenen Sonntag einen wahren Besucheransturm. Bei windigem, aber meist trockenem Herbstwetter nutzten viele die Chance, einen Spaziergang rund um die Abtsküche oder im nahegelegenen Wald mit einem Besuch des Bauernmarkts im Heimatmuseum Abtsküche zu verbinden. Hier herrschte ab 11 Uhr dichtes Gedränge zwischen den Ständen.

Gleich am Eingang gab es Obst und Gemüse in reichlicher Auswahl. Miriam ten Eiken, die ihr Geschäft an der Hauptstraße in Heiligenhaus betreibt, hatte ihre Ware zum Herbstmarkt ins Museum mitgebracht: Kartoffeln, Kürbisse, Äpfel, Birnen und Pflaumen. „Im Herbst ist alles reif. Ich habe ausschließlich Waren aus regionalem Anbau“, so Miriam ten Eiken. Sie habe im Vorfeld auch selbst Werbung gemacht, berichtet die Händlerin. Viele Kunden konnte sie so zu einem sonntäglichen Besuch in ihrem provisorischen Stand im Museum begrüßen.

Auch das Team des Rouenhofs aus Kevelaer war wieder zum Markt nach Heiligenhaus gereist. Im Angebot: Brot, Wurst, Fleisch und Käse aus eigener Herstellung. Und warum reist man für einen Markt von Kevelaer nach Heiligenhaus? „Es macht hier einfach mega viel Spaß“, sagt Lisa Koenen, die schon seit vier Jahren immer wieder nach Heiligenhaus kommt. Die Zusammenarbeit mit dem Museumsteam sei „einfach super“, so die Erlebnishof-Bäuerin. „Wir sind Demeter- und Bioland-zertifiziert und setzen auf echte Handarbeit.“ Das Konzept sei authentisch und ergänze sich bestens mit dem des Museums, so Koenen weiter. Der Rouenhof sei deshalb schon seit vielen Jahren dabei – immer beim Herbst- und beim kleinen Weihnachtsmarkt.

Auch im Museumscafé, das regelmäßig zu den Veranstaltungen zum Leben erwacht, hatten die ehrenamtlichen Helferinnen alle Hände voll zu tun. Dass dort selbst gebackener Kuchen, frische Waffeln und Kaffee angeboten werden, ist dem Engagement des Geschichtsvereins zu verdanken, der den Kaffeebetrieb stemmt. „Bestimmt tausend Besucher sind es an diesem Sonntag“, schätzt Brigitte Thören vom Vereinsbeirat. Die Stimmung unter den rund ein Dutzend ehrenamtlichen Helfern sei hervorragend, weiß Thören: Fleißig werden Kuchen ausgegeben, Kaffee eingeschenkt und benutztes Geschirr wieder eingesammelt. Die Erlöse aus dem Verkauf sind für den Geschichtsverein eine wertvolle Unterstützung.

Der Rouenhof aus Kevelar reist zu den Märkten im Museum Abtsküche schon seit vielen Jahren aus Kevelaer an. Foto: Mathias Kehren
Zu den Märkten erweckt der Geschichtsverein das Museumscafé zum Leben. Foto: Mathias Kehren
Auch Kunsthandwerk hat seinen Platz beim Herbstmarkt. Foto: Mathias Kehren