Promis im Bürgerbus: Ehrenvorsitzender Gerd Berker (Mitte) nahm sie alle mit auf eine Stadtrundfahrt: Bürgermeister Dirk Lukrafka, Bundestagsabgeordenete Kerstin Griese, Landtagsabgeordneter Martin Strässer, Sabine Schnake (WSW-Vorstand), Martina Köster-Flashar (stellvertretende Landrätin) und NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Der große Saal im Bürgerhaus Langenberg war bis auf den letzten Platz gefüllt: Rund 300 Gäste lockte die Jahreshauptversammlung von Pro Bürgerbus NRW, dem Dachverband für rund 140 Bürgerbusvereine in Nordrhein-Westfalen, in den historischen Saal der Senderstadt.


Auf dem Kopfsteinpflaster in der Langenberger Altstadt herrschte am Wochenende reger Busverkehr. Viele Bürgerbusvereine rollten mit ihren Fahrzeugen in die Senderstadt, um an der alljährlichen Mitgliederversammlung teilzunehmen. Gut 140 Mitgliedsvereine sind unter dem Dach von Pro Bürgerbus NRW organisiert. In diesem Jahr feierte Pro Bürgerbus NRW sein 27-jähriges Bestehen und der Bürgerbusverein Langenberg sein dreißigjähriges. Als einer der ältesten im Dachverband waren die Langenberger dafür prädestiniert, die Veranstaltung vor Ort stattfinden zu lassen.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung kamen anlässlich der Großveranstaltung auch einige geladene Gäste hinzu. Unter anderem sprachen NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, die stellvertretende Landrätin und Geburtshelferin des Langenberger Bürgerbusvereins Martina Köster-Flashar, WSW-Vorstandsmitglied Sabine Schnake, der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer, die Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese und Bürgermeister Dirk Lukrafka den Bürgerbus-Aktiven ihren Dank für den ehrenamtlichen Einsatz aus.

Der 1. Vorsitzende José Almansa fasste die vergangenen 30 Jahre des Bürgerbusvereins Langenberg kurz zusammen: „Bürger fahren für Bürger“ – so die Grundidee des Vereins, die bis heute Bestand habe. In den letzten drei Jahrzehnten habe sich der Bürgerbus zu einem wichtigen Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs entwickelt, so Almansa: „Mehr als 960.000 Fahrgäste wurden seit der Gründung befördert. Heute sind rund 40 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer mit zwei Bussen auf fünf konzessionierten Linien unterwegs.“

Die Entwicklung der Fahrgastzahlen erfreut die Vereinsführung besonders: Mehr als 3.000 Menschen nutzen den Bürgerbus inzwischen jeden Monat. „Gemessen an den Fahrgastzahlen gehört der Bürgerbusverein Langenberg damit zu den größten Bürgerbusvereinen in Nordrhein-Westfalen“, berichtete Almansa.

„30 Jahre Dienst am Bürger, das bedeutet vor allem 30 Jahre ehrenamtliches Engagement“, ergänzte der Ehrenvorsitzende Gerd Berker. Die Fahrerinnen und Fahrer seien mit viel Herzblut dabei. Besonders der persönliche Kontakt zu den Fahrgästen mache den besonderen Reiz aus. Berker ließ es sich nicht nehmen, alle „Promis“ zur Stadtrundfahrt in den Bürgerbus einzuladen. Mit ihm als Reiseleiter ging es auf der Route zu den Highlights der Senderstadt.

Im nächsten Jahr ist Heiligenhaus als Veranstaltungsort für die nächste Mitgliederversammlung schon fest gebucht, wie André Saar vom Verein weiß. Der Verein ist zwar gerade mal halb so alt wie das Langenberger Pendant, kann aber auch mit gutem Zuspruch auf all seinen Fahrten punkten.

Der Saal war prall gefüllt. Foto: Mathias Kehren
Nächstes Jahr richten sie das Treffen aus: die Aktiven vom Bürgerbusverein Heiligenhaus. Foto: Mathias Kehren