Wülfrath. Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Wülfrather Dreck-weg-Tages hat die Abfallberatung der Stadt Wülfrath eine Exkursion zur Kompostierungsanlage in Ratingen organisiert.
Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, einen Einblick in die Verarbeitung von Bioabfällen zu erhalten.
Während einer ausführlichen Führung durch die Anlage wurden die einzelnen Schritte der Kompostierung vorgestellt – von der Anlieferung des Bioabfalls über die Aufbereitung bis zur Herstellung von Kompost. Die Anlage arbeitet mit kontrollierten biologischen Prozessen. Mikroorganismen zersetzen organische Abfälle unter hohen Temperaturen, wodurch Kompost entsteht, der anschließend beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt wird.
Besonders eindrucksvoll war für viele Teilnehmende der Blick in die 35 Meter langen Tunnel der Anlage. Dort werden die Bioabfälle bei Temperaturen von über 60 Grad zu Kompost zersetzt. Während der Führung stellten viele Besucherinnen und Besucher Fragen zu den Abläufen der Kompostierung und zur richtigen Trennung von Bioabfällen.
Dabei wurde auch deutlich, wie wichtig eine saubere Bioabfalltrennung ist. Problematisch sind insbesondere Fremdstoffe im Biomüll, vor allem Plastik. In diesem Zusammenhang wurde darauf hingewiesen, dass auch sogenannte kompostierbare Plastiktüten aus dem Handel in den Verweilzeiten der Anlage nicht vollständig abgebaut werden können und daher ebenfalls nicht in den Biomüll gehören.
Nach rund zwei Stunden endete die Besichtigung. Anschließend ging es mit dem Reisebus zurück nach Wülfrath. Die Abfallberatung zeigte sich zufrieden mit der ersten Exkursion im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum Wülfrather Dreck-weg-Tag.
- Redaktion
- Kontakt
…ist seit mehr als vier Jahrzehnten journalistisch in der Region unterwegs. Stammt aus einer Zeit, in der noch mit Schreibmaschinen gearbeitet wurde und Filme in einer Dunkelkammer entwickelt werden mussten. Macht heute Fotos mit dem „Handy“ und seit mehr als zehn Jahren auch Zeitung „online“. Und kommt aus dem Staunen über all dies nicht heraus …


