
Wülfrath. Das Wülfrather Gymnasium möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, “dass Frauen schon immer prägende Rollen in gesellschaftlichem und religiösem Kontext eingenommen haben”. Zeugnisse davon sind jetzt im Wülfrather Rathaus zu sehen.
Die Wülfrather Gleichstellungsbeauftragte Franca Calvano ist begeistert, dass sich Schülerinnen und Schüler schon im Unterricht mit diesem Thema befassen. Die Ausstellung war bereits in der Schule selbst zu sehen. Jetzt wollen Calvano und Kulturmanager Lars Mader ihr noch mehr Beachtung verschaffen. Die Arbeiten sind bis zum 5. Juni im Foyer des Rathauses zu sehen.
Dabei handelt es sich nicht um ein Projekt, das sich gezielt mit dem Thema beschäftigte, wie Elif Saral und Patrizia Klopotek, Lehrerinnen und Gleichstellungsbeaufttragten der Schule, betonen. Vielmehr sind die Arbeiten in verschiedenen Klassen und Stufen und ganz unterschiedlichen Fächern entstanden und erst danach zusammengetragen worden.
So finden sich an den Ausstellungswänden Betrachtungen über die Heilige Maria, die im katholischen Relegionsunterreicht besprochen wurde, neben nigerianischen Schriftsellerinnen, die im Englischunterricht Thema waren. Im Franzözischen ließen sich die Frauenrechte in Frankreich betrachten, aber auch die Sängerin Celine Dion.
Berta Benz und Marie Curie kommen in der Ausstellung vor ebenso wie Simone de Beauvoir und Jeanne d’Arc und viele andere Frauen, die in den verschiedensten Bereichen prägend waren.
“Unser Gymnasium versteht geschlechtersensible Bildung als kontinuierlichen Prozess und als gemeinsame Aufgabe aller am Schulleben Beteiligten”, erklären Patrizia Klopotek und Elif Saral in dem Text zur Ausstellung. “Ziel ist es, ein Bewusstsein für Vielfalt zu schaffen, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen und allen Lernenden gleiche Chancen zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen. Diese Ausstellung macht sichtbar: Gleichstellung ist kein abstraktes Konzept, sondern wird bei uns aktiv gelebt.”

