Groß ist die Freude bei den Landfrauen über den - mit 5.000 Euro dotierten - Heimatpreis der Stadt Wülfrath. Foto: Kling

Wülfrath. Die Landfrauen Wülfrath sind mit dem Heimatpreis der Stadt ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand auf der Bühne des Herzog-Wilhelm-Marktes statt.


Bürgermeister Sebastian Schorn würdigte in seiner Rede das langjährige Engagement des Vereins und dankte zugleich dem Land Nordrhein-Westfalen für die Förderung des Preises sowie dem Förderverein des Herzog-Wilhelm-Marktes für die Bereitstellung des Rahmens. „Heute ehren wir einen Verein, der seit Jahrzehnten zeigt, wie Heimat entsteht: durch Menschen, durch Gemeinschaft und durch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Schorn.

Die Landfrauen seien seit Jahrzehnten eine prägende Kraft in Wülfrath. „Was einst als Zusammenschluss von Frauen aus der Landwirtschaft begann, ist heute ein offener, moderner Verein für alle Frauen – unabhängig von Beruf, Herkunft oder Lebenssituation“, so der Bürgermeister. Diese Offenheit präge das Selbstverständnis des Vereins und mache ihn zu einer tragenden Gemeinschaft in der Stadt. Zugleich stünden die Landfrauen für Tradition und Weiterentwicklung. Schorn verwies auf Themen wie Ernährung, Nachhaltigkeit, Verbraucherbildung, Frauen- und Familiengesundheit sowie Digitalisierung als Beispiele für die zeitgemäße Ausrichtung der Vereinsarbeit.

Besonders hob der Bürgermeister das Engagement im Rahmen der „Digitalen Nachbarschaft“ hervor, durch das nicht nur die Landfrauen selbst, sondern auch andere Wülfrather Vereine von Angeboten zur digitalen Stärkung profitiert hätten. Auch die enge Zusammenarbeit mit weiteren Akteurinnen und Akteuren in der Stadt wurde betont, unter anderem mit dem FrauenNetzwerk Wülfrath sowie der Bürgerstiftung. „Die Landfrauen sind überall dort, wo Wülfrath zusammenkommt“, sagte Schorn mit Blick auf die vielfältige Präsenz bei Veranstaltungen und Aktionen im Stadtgebiet.

Auch die personelle Kontinuität innerhalb des Vereins wurde gewürdigt. Der Bürgermeister dankte der langjährigen Vorsitzenden Beate Kneer für ihren Einsatz und gratulierte zugleich der neuen Vorsitzenden Anke Clevenhaus zur Übernahme dieses Amtes. „Zu dieser Beständigkeit gehören Menschen, die sie prägen“, erklärte Schorn.

Abschließend würdigte der Bürgermeister das Engagement der Landfrauen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Sie gestalten Heimat praktisch, solidarisch, offen und generationenübergreifend. Ihr Engagement stärkt unsere Gemeinschaft und bereichert unsere Stadt“, so Schorn. Im Namen des Rates, der Jury und der Stadt sprach er den Landfrauen die Glückwünsche zum Heimatpreis aus.