
Wülfrath. Seit 60 Jahren rocken “The Servants” das Ruhrgebiet. An diesem Freitag durften die Menschen im Wülfrather Kulturbistro mit auf die Reise durch die Klassiker der Rockgeschichte. Egal ob 30 Grad drinnen oder draußen: Es wurde von Anfang an getanzt und mitgerockt.
Was für ein Abend! Bei 30 Grad rein in die AWO, bei 18 Grad raus. Aber nicht nur deshalb war es ein Abend, bei dem sich der ein oder andere hinterher gefragt haben könnte: War das wirklich wahr? Das hier in Wülfrath?
Auf der Internetseite von “The Servants” steht, warum die fünf Musiker das machen: um das musikalische Erbe einer Ära lebendig zu halten. Und wie lebendig die Songs auch nach Jahrzehnten noch sind. Ewig nicht gehört, und doch alles sofort wieder da: Golden Earring und Steppenwolf, Simple Minds und Van Halen, Stones und Robbie Williams. Hört sich nach einer wilden Mischung an, aber “The Servants” rocken mit einer Leichtigkeit durch die Jahrzehnte, da passt alles. CCR und Prince in einer Playlist? Ja, warum nicht!
Immer wieder die Aha-Effekte, Erinnerungen an alte Zeiten, als die Hits von T. Rex noch täglich im Radio liefen. Oder an noch ältere Zeiten wie “Great Balls of Fire” von Jerry Lee Lewis aus dem Jahr 1957. Alles passt. Immer wieder springt jemand auf, weil man „dabei“ ja nicht sitzen bleiben kann. Eine schweißtreibende Angelegenheit. „Seid ihr noch im Saft?“, scherzt der Gitarrist mit dem Schweißband am Handgelenk. Alle anderen haben ein Handtuch mit.
In der Pause können Band und Gäste gemeinsam die Gewitter-Abkühlung draußen sehen und hören, die auch drinnen im Saal etwas Erleichterung schafft. Gut so, für die zweite Stunde bis hin zur Zugabe. “Hot Love”, noch mal T. Rex, und es singt mindestens noch auf dem bei inzwischen 18 Grad geradezu kühlen Heimweg weiter im Kopf: „La la, la lalla la la …“
“Born to Rock” ist das Motto der Band. Und das leben “The Servants”, mit Klasse und Leidenschaft. Wer das verpasst hat, findet auf der Seite von “The Servants” weitere Termine. Aber vielleicht kommen sie ja auch wieder ins Kulturbistro der AWO. „La la, la lalla la la …“

