Ratingen.Eine leistungsfähige und ausfallsichere IT-Infrastruktur ist für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund bringt die CDU-Fraktion einen Antrag in die politischen Beratungen ein, der eine grundlegend neue und zukunftsfähige Lösung für die IT-Strukturen der Feuerwehr und des gesamten Stadtkonzerns vorsieht.
Der Antrag wird erstmals am 30. April im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Digitalisierung, Klimaschutz und Tourismus (WiDiTa) gemeinsam mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz (StUKKMA) beraten. Ausgangspunkt sind wiederholte Störungen und zuletzt sogar Totalausfälle der IT-Systeme der Feuerwehr in den vergangenen Monaten. Bereits in der Vergangenheit war die Infrastruktur lediglich zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit erneuert worden, eine für kritische Infrastrukturen übliche redundante Auslegung über mehrere Standorte hinweg blieb bislang aus.
Für die Christdemokraten ist klar: Gerade bei Einrichtungen wie der Feuerwehr darf es keine Kompromisse bei der Ausfallsicherheit geben. Ziel müsse es sein, die Systeme so aufzustellen, dass auch bei technischen Störungen jederzeit ein reibungsloser Einsatzbetrieb gewährleistet ist. „Die Ereignisse der vergangenen Monate haben deutlich gemacht, wie anfällig die bestehende Struktur ist. Für eine Organisation, die im Ernstfall Leben rettet, ist das kein akzeptabler Zustand“, erklärt Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender der CDU.
Kern des Antrags ist die Prüfung und konkrete Einbindung eines integrierten Rechenzentrums in die Planungen für die neue Rettungs- und Feuerwache in Ratingen-West. Dort sollen perspektivisch die IT-Bedarfe von Stadtverwaltung, Feuerwehr, Stadtwerken und der KomMITT gebündelt und redundant abgesichert werden. „Es ist aus unserer Sicht sinnvoll, die IT-Strukturen im Stadtkonzern stärker zusammenzudenken und an einem geeigneten Standort zu bündeln. So können wir die Ausfallsicherheit deutlich erhöhen und gleichzeitig wirtschaftliche Synergien nutzen“, ergänzt Gerold Fahr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Neben der technischen Infrastruktur nimmt der Antrag auch organisatorische und personelle Fragen in den Blick. Die aktuell vorgesehenen Kapazitäten erscheinen aus Sicht der CDU-Fraktion nicht ausreichend, um einen durchgehenden und gleichzeitig hochspezialisierten Betrieb aller Systeme sicherzustellen. „Die Anforderungen an moderne IT von Netzwerktechnik über Funk bis hin zur IT-Sicherheit sind enorm gestiegen. Diese Bandbreite dauerhaft und rund um die Uhr mit minimalem Personal abzudecken, wird der Realität nicht gerecht“, so Holger Tappert, Ratsmitglied.
„Wir reden hier über eine hochkritische Infrastruktur, bei der Ausfälle unmittelbare Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit haben können. Deshalb darf es nicht beim bloßen Wiederherstellen des Status quo bleiben, wir müssen die Systeme jetzt deutlich robuster und zukunftsfähig aufstellen“, ergänzt der Christdemokrat Heins weiterführend. Mit dem Antrag möchte die CDU-Fraktion ein klares Signal für eine nachhaltige und moderne Weiterentwicklung der städtischen IT-Strukturen setzen. Die weiteren Beratungen in den politischen Gremien sollen nun zeigen, wie die vorgeschlagene Lösung konkret umgesetzt werden kann. Für die CDU-Fraktion steht fest: Eine moderne und ausfallsichere IT ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine grundlegende Voraussetzung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Ratingen.

