Ratingen | Trauer hat viele Gesichter. Sie kann laut sein oder still, überwältigend oder kaum sichtbar. Nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen verändert sich oft der gesamte Alltag. Was vorher selbstverständlich war, kann plötzlich schwerfallen. Gespräche mit Freunden oder Angehörigen helfen manchmal, doch nicht immer finden Trauernde dort die Worte, die sie eigentlich aussprechen möchten.
Die Hospizbewegung Ratingen e.V. bietet deshalb verschiedene geschützte Räume an, in denen Menschen mit ihrer Trauer nicht allein bleiben müssen. Im Mittelpunkt steht nicht die schnelle Antwort, sondern das Zuhören, das Teilen von Erinnerungen und das vorsichtige Suchen nach neuen Wegen.
Ein Angebot ist das Trauercafé. Es richtet sich an Menschen, die nach einem Verlust anderen Betroffenen begegnen und sich austauschen möchten. Das nächste Treffen findet am Sonntag, 24. Mai 2026, von 15 bis 17 Uhr in den Räumen der Hospizbewegung Ratingen, Bechemer Straße 1, 3. Etage, statt. Die Räume sind mit dem Aufzug erreichbar. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, für die Planung aber hilfreich. Kontakt: Telefon 02102 – 23847, E-Mail: info@hospizbewegung-ratingen.de.
Zusätzlich lädt die Hospizbewegung Ratingen e.V. in Kooperation mit der Pfarrei St. Anna in Lintorf zu einem Gesprächskreis für Trauernde ein. Im kleinen Kreis haben Betroffene die Möglichkeit, mit anderen Trauernden und erfahrenen Trauerbegleiterinnen in einen intensiven Austausch zu kommen. Das nächste Treffen ist am Dienstag, 19. Mai 2026, von 19 bis 21 Uhr. Treffpunkt ist der kleine Pfarrsaal von St. Johannes, Am Löken 69, 40885 Ratingen-Lintorf. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 02102 – 35785.
Neu ist außerdem eine Trauergruppe für junge Erwachsene. Gerade in einer Lebensphase zwischen Ausbildung, Studium, Berufsstart und eigenen Zukunftsplänen bleibt für Schmerz und Trauer oft wenig Raum. Ausgebildete Trauerbegleiterinnen möchten jungen Erwachsenen einen geschützten Ort geben, an dem Erinnerungen, Gefühle und Fragen auf Augenhöhe geteilt werden können. Die offene Gruppe trifft sich jeden dritten Donnerstag im Monat, aktuell am Donnerstag, 21. Mai 2026, von 19 bis 21 Uhr, in den Räumen der Hospizbewegung Ratingen, Bechemer Straße 1. Informationen gibt es unter www.hospizbewegung-ratingen.de oder telefonisch unter 02102 – 23847.
Ein weiteres Angebot richtet sich an Menschen mit palliativer Erkrankung. Die Selbsthilfegruppe „Gratwanderer“ möchte Betroffenen einen Rahmen geben, in dem offen gesprochen werden kann, ehrlich, respektvoll und ohne Floskeln. Im Mittelpunkt stehen der Austausch von Erfahrungen, gegenseitige Stärkung und das Gefühl, mit der eigenen Situation nicht allein zu sein.
Die Idee zu dieser Selbsthilfegruppe entstand vor einigen Jahren beim Hospizverein Düsseldorf-Nord e.V. Dieses bewährte Konzept soll nun auch in Ratingen etabliert werden. Die Treffen finden jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr ebenfalls in den Räumen der Hospizbewegung Ratingen an der Bechemer Straße 1 statt. Ausgebildete Begleiterinnen stehen bei Bedarf unterstützend zur Seite.
Das nächste Treffen der „Gratwanderer“ ist am Donnerstag, 28. Mai 2026. Weitere Informationen gibt es unter 02102 – 23847 oder per E-Mail an info@hospizbewegung-ratingen.de.

