Wülfrath. Fußball-Landesligist 1. FC Wülfrath hat ein wichtiges Spiel beim SC Velbert mit 0:1 verloren.
Bis auf Toni Zupo, der eine Rotsperre absitzen musste, konnte Trainer Joscha Weber auf seine Neuverpflichtungen zurückgreifen. Zudem kehrte Athanasios Xiros nach seiner Verletzung in den Kader zurück.
Der FC Wülfrath begann die Partie sehr diszipliniert und stand mit einer kompakten Abwehr gegen die ebenfalls gut eingestellte Mannschaft des SC Velbert. Immer wieder gelang es, das Mittelfeld der Gastgeber zu überspielen und die Außenbahnen gut einzubinden. Allerdings erwischten die Flügelspieler nicht ihren besten Tag und vertändelten einige Bälle leichtfertig, was Velbert zu gefährlichen Kontern einlud. Bei einem dieser Gegenstöße hatte Wülfrath Glück, als ein Velberter Spieler frei vor Torhüter Marvin Oberhoff am Tor vorbeischoss.
Bis dahin stand die Defensive um Bleckmann und Corovic sicher, und die Wülfrather erarbeiteten sich leichte Feldvorteile. Dennoch dauerte es bis zur 28. Minute, ehe der FCW zu einem nennenswerten Torabschluss kam. Immer wieder blieb die Offensive in der gut organisierten Velberter Abwehr hängen. In der 37. Minute verteidigten die Wülfrather dann etwas zu zaghaft, was der SC Velbert eiskalt nutzte und das Tor des Tages zum 1:0 erzielte.
Nach der Halbzeit benötigte der FC Wülfrath einige Minuten, um wieder ins Spiel zu finden, und musste zunächst ein zwei Angriffe der Gastgeber überstehen. Anschließend übernahm Wülfrath jedoch zunehmend die Kontrolle. Zunächst scheiterte Fagasinski mit einem platzierten Schuss, kurz darauf traf Saki Xiros aus zwei Metern nur die Latte des bereits leeren Tores.
Rund zwanzig Minuten vor Schluss brachte Joscha Weber zwei frische Offensivkräfte, die jedoch nicht die erhofften Akzente setzen konnten. Ab der 81. Minute spielte der SC Velbert nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl. Der FCW warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch Velbert verteidigte clever und ließ keine zwingenden Chancen mehr zu.
Fazit: Kämpferisch konnte man den Wülfrather Spielern keinen Vorwurf machen. Erneut war jedoch die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive ausschlaggebend für die Niederlage. Auch der sehr fleißige Stürmer Timo Conde konnte daran nichts ändern: Er holte sich viele Bälle selbst ab, schuf Räume für seine Mitspieler und legte gute Chancen auf – die jedoch ungenutzt blieben.
2. Vorsitzende Michaela Massenberg: „Wir haben heute den Kampf angenommen – das hat uns in der Hinrunde in dem einen oder anderen Spiel gefehlt. Die Mannschaft wurde von unseren Trainern Joscha Weber und Tomek Cyrys top eingestellt. Spielerisch ist es bei der Qualität, die wir im Kader haben, jedoch zu wenig. Bei dem Anspruch, den einige Spieler stellen, darf man erwarten, dass Bälle im letzten Drittel sauber verarbeitet werden und nicht wie eine Flanke verspringen. Ebenso, dass man sich nicht beim ersten Gegenspieler festläuft, der einmal den Fuß dazwischen bekommt.
Nicht akzeptabel ist zudem, dass es immer wieder ein oder zwei Spieler nicht schaffen, 90 Minuten konzentriert durchzuziehen. Alle wollen spielen, aber man hat heute erneut gesehen, dass sich auch die Ersatzspieler nicht nachhaltig empfehlen konnten.”
“>Allen muss klar sein, dass wir uns im Abstiegskampf befinden. Umso froher bin ich, dass wir im Winter unsere Transfers getätigt haben. Sie haben der Mannschaft spürbar Qualität und neue Impulse gegeben – auch wenn sich das heute noch nicht in Punkten widergespiegelt hat. Diese Woche werden auf jeden Fall einige Gespräche anstehen.“


