Luftaufnahme von Baustelle und Dorf in Deutschland.
In puncto Nachhaltigkeit soll das Neubaugebiet Fellershof ein Vorzeigeprojekt werden. Erdbohrung bis in etliche hundert Meter Tiefe sollen das Quartier mit Wärme versorgen. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Stadtwerke Velbert planen die Häuser im Neubaugebiet Fellershof bei Langenberg mit einem zentralen Wärmenetz zu versorgen. Bohrungen in bis zu 350 Metern Tiefe sollen Erdwärme für das Vorhaben nutzbar machen.

„Die Wärme aus der Tiefe ist das neue Gold der Wärmewende“, ist Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Grau überzeugt. Mit dem Projekt Fellershof werde ein „Meilenstein in der Wärmeversorgung“ gesetzt und nachhaltige Zukunft für die Stadt aktiv gestaltet.

Nach dem symbolischen Spatenstich erfolgt nun die Erschließung des neuen Baugebiets. Damit sind auch die Stadtwerke beauftragt. Neben der Versorgung mit Wasser und Strom planen die Stadtwerke, ein „kaltes Nahwärmenetz“ für die Wärmeversorgung zu verlegen. Die Wärme kommt aus bis zu 30 Erdbohrungen, die bis in 350 Metern Tiefe abgeteuft werden.

Es handelt sich dabei um so genannte mitteltiefe Geothermie – ein absolutes Novum für ein Velberter Wohnquartier dieser Größenordnung, erklärt Grau. Im vergangenen Jahr sei bereits eine Probebohrung durchgeführt worden, welche die Machbarkeit einer Geothermieversorgung bestätigt habe.

Am Ende soll Velberts erstes „Zero-Emission-Quartier“ am Fellershof entstehen, was natürlich in erster Linie durch die Nutzung nachhaltiger Energiequellen erreicht wird. Die Stadtwerke Velbert übernehmen die Verantwortung für den Bau des Wärmenetzes, die Geothermiebohrungen und den späteren Betrieb des Wärmenetzes.